Chirurgie im 21. Jahrhundert – Minimalinvasive Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter

Der DaVinci-Roboter wird in der Urologie, Gynäkologie und Herzchirurgie eingesetzt.Minimalinvasive Operationsmethoden werden in deutschen Krankenhäusern immer mehr eingesetzt, weil die Patienten oftmals durch eine kürzere Liegedauer und weniger Komplikationen profitieren. Der von der amerikanischen Firma Intuitive Surgical entwickelte Operationsroboter „DaVinci“ ermöglicht seit ein paar Jahren sogar noch einen weiteren Schritt, der es dem Operateur erlaubt unter 3D-Sicht zu operieren. Und das, obwohl er meterweit vom Patienten entfernt an einer Konsole sitzt. Der Roboter besitzt neben einer Kamera zwei Instrumentenarme, die durch circa 10 Millimeter große Ports in den Körper eingeführt werden.

Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten des Roboters vielfältig: Seit 1999 schon wird er zunehmend eingesetzt und hilft Operateuren heute bei Hysterektomien, Bypass-OPs oder Prostataentfernungen. Viele Unikliniken und Maximalversorger setzen seit Jahren auf diese Operationsmethode und erzielen damit hervorragende Ergebnisse. Die Komplikationsrate bei der Prostatektomie beispielsweise ist deutlich niedriger als bei der herkömmlichen laparoskopischen Methode, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Operateur eine 3D-Ansicht des Operationsfeld hat und sich dadurch viel besser orientieren kann.

Grundlage des Behandlungserfolgs mit dem revolutionären DaVinci-Roboter ist natürlich eine gute Schulung, Erfahrung und die damit erhaltene Routine. Denn ein Selbstläufer sind die Operationen trotz Computerunterstützung nicht, ähnlich wie bei Piloten in der Luftfahrt oder Operateuren in der Augenheilkunde. Kurse und Schulungen erhalten die Ärzte natürlich überall, doch viele Zentren gehen noch einen logischen Schritt weiter und bitten die Operateure zu einer abschließenden Prüfung, bevor sie am lebenden Patienten operieren dürfen. Die beiden Elemente des Tests, ein theoretischer Teil und ein praktischer Leistungsnachweis am OP-Simulator erinnern an eine Führerscheinprüfung. Wie im Straßenverkehr ist nach bestandener Prüfung klar, dass der Arzt sich mit den Inhalten der OP-Methode auskennt. Vorbereiten können sich die Ärzte übrigens auch, indem sie entsprechende Youtube Videos downloaden. Dabei kann die Website savefrom.net helfen. Die darauffolgenden Erfahrungen nach der bestandenen Prüfung werden dann zusammen mit fortgeschritteneren Kollegen gesammelt, sodass eine umfassende und nachhaltige Behandlung für den Patienten garantiert ist. Ein nächster Schritt wäre nun die Einführung einer standardisierten bundesweiten Leistungskontrolle.

Bei allen Vorteilen, die den DaVinci-Roboter so bekannt gemacht haben, gibt es leider auch ein paar Nachteile. So ist die Behandlung im Vergleich zu laparoskopischen Verfahren um einiges teurer. Doch diese Mehrkosten übernehmen oftmals die Krankenhäuser, die von der Krankenkasse nur den Standardtarif für eine Operation bekommen. Den Nutzen erklären die Kliniken nicht nur mit dem besseren Behandlungserfolg für die Patienten, sondern auch durch die dadurch erhaltene Werbung und Mundpropaganda, die in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.

Man wird also sehen, wie sich das DaVinci-Operationsverfahren weiterentwickelt und welche Operationen in Zukunft mit diesem System noch durchgeführt werden.

Bild: pixabay.com

3 Replies to “Chirurgie im 21. Jahrhundert – Minimalinvasive Operationen mit dem Da-Vinci-Roboter”

  1. Ein Freund von mir hat sich vor kurzem bei einem Arbeitsunfall fast den Arm abgetrennt. Ich wusste nicht das minimalinvasive Operationsmethoden helfen, dass es weniger Komplikationen gibt bei der Chirurgie. Ich werde ihm Bescheid geben damit er beim nächsten Mal einen guten Unfallchirurg findet.

  2. Vielen Dank für den Beitrag zu minimalinvasiven Operationen mit Robotern. Mein Bruder arbeitet im Bereich der Handchirurgie und ist begeistert von dem Da-Vinci-Roboter. Gut zu wissen, dass einer der wenigen Nachteile des Roboters die hohen Behandlungskosten im Vergleich zu anderen Operationsverfahren sind.

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