Hochkonjunktur für Lieferdienste

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat mittlerweile das öffentliche Leben in weiten Teilen der Welt im Griff. Um das eigene und das Leben der Mitmenschen nicht zu gefährden, bleiben viele Menschen den größten Teil des Tages zu Hause und folgen so den Empfehlungen und Anweisungen der Experten und vieler Regierungen. Wenn man mal aus der Haustüre geht, dann nur, um wichtige Besorgungen wie den Wocheneinkauf zu tätigen.

Das schadet leider vor allem dem Einzelhandel und viele Arbeitsplätze in diesem Bereich wurden bereits gestrichen oder sind akut gefährdet. Mittlerweile konzentriert sich beispielsweise der Kauf von Kleidung oder anderen Lifestyle-Produkten auf den Onlinehandel. Da Krisensituationen aber auch immer der Nährboden für neue innovative Ideen sind, möchten viele Einzelhändler das Geschäft den großen Konzernen nicht kampflos überlassen.

Auch immer mehr Gemüsehändler liefern ihre Ware individuell nach Hause.In vielen deutschen Städten gibt es mittlerweile Zusammenschlüsse von Geschäften, bei denen man per Online-Plattform bestellen kann. Für den Versand und die Lieferung der Waren nutzen die Händler die Stärke des Verbunds und organisieren entsprechende Lieferdienste. In vielen Städten gehören diesem Lieferservice beispielsweise neben Modegeschäften auch Schreibwarenhändler, Buchläden und Nahrungsmittelverkäufer an. Auch bei vielen Apotheken oder auch Gemüseläden kann man mittlerweile per Online-Formular bestellen und bekommt die Ware dann unkompliziert nach Hause geliefert oder kann sie nach Terminabsprache beim nächsten Einkauf in der Nähe auch selbst abholen.

Auch Restaurants sind verständlicherweise stark von den Einschränkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Lieferdienste sind in dieser Branche nichts Neues und werden schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Trotzdem sollte man darauf hoffen, dass die aktuelle Situation eine Ausnahme bleibt und man in Zukunft nicht auf das Vor-Ort-Angebot vieler Bars und Restaurants verzichten muss, gehört gerade dieses Angebot einer Stadt zu dem so wichtigen sozialen Leben dazu.

Um den Schaden der aktuellen Krise zumindest etwas abzufedern, sollte sich also jeder Bürger fragen, ob er seine Einkäufe wirklich komplett auf anonyme Online-Kaufhäuser verlagern möchte. Durch die Unterstützung des örtlichen Einzelhandels (sei es direkt oder per Versand) kann jeder einzelne Bürger seinen Beitrag leisten, damit nicht in ein paar Monaten schon ausschließlich große Konzerne ihre Geschäfte in den Städten betreiben und das Angebot und Stadtbild weiter an Vielfalt verliert.

Bild: pixabay.com

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