Zahnmedizin: Wissenswertes über die Weisheitszähne

Die Entfernung von Weisheitszähnen gehört für Kieferchirurgen zu den häufigsten Eingriffen.In der Zahnmedizin taucht immer wieder der Begriff „Molaren“ auf. Darunter versteht man die großen Backenzähne, die zum Zermahlen der Nahrung dienen. Am Ende des Ober- und Unterkiefers befinden sich aber auch noch die Weisheitszähne. In der Regel hat jeder Erwachsene 4 davon, es können aber auch weniger sein. Die Weisheitszähne durchdringen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren die Weichteile sowie den Kieferknochen, sodass mit ihnen Komplikationen auftreten können. Aber auch weil sie oft nur teilweise oder gar nicht freigelegt sind, können Entzündungen und Schmerzen im Mundbereich auftreten. In der Fachliteratur werden sie gemäß der Quadranten-Nomenklatur auch „Achter“ genannt.

Deshalb verursachen Weisheitszähne schmerzen

Evolutionsbedingt ist der Weisheitszahn in der heutigen Zeit aufgrund der weichen, gegarten Mahlzeit so weit zurückgegangen, dass dieser keinen Platz mehr im Gebiss hat. Bildet sich der Weisheitszahn dennoch aus, können mittlere bis sehr starke Schmerzen auftreten. Sie drücken von innen gegen den Knochen, gegen die Haut, sodass diese überspannt wird. Aber auch der benachbarte Siebener kann angegriffen werden. Wegen dieser Tatsache vermuten Patienten oft, dass sich Karies im Siebener ausgebildet hat. Zahnärzte sollten daher genau prüfen, ob es sich um ein Kariesproblem handelt oder ob es die Weisheitszähne betrifft.

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Der Weg zum Doktor der Medizin (5): Nur noch zusammenschreiben

Angelina Bockelbrink gibt ihr Wissen und ihre Erfahrung im Bereich der medizinischen Wissenschaft an junge Mediziner weiter.Angelina Bockelbrink ist promovierte Medizinerin, Epidemiologin, Dozentin und Autorin. Sie hat viele Jahre in der universitären Wissenschaft gearbeitet, gelehrt und Doktoranden betreut. Als ganzheitlicher Wissenschaftscoach unterstützt und begleitet sie MedizinerInnen beim Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben.


Ich kenne kaum einen Satz, der mehr Potenzial hat großen Frust hervorzurufen. Und dennoch hat ihn fast jeder Promovierende schon gehört: „jetzt musst du nur noch zusammenschreiben“. Gern wird dieser Satz von Betreuern oder Teammitgliedern zum Abschuss der Studie oder der Versuchsreihen für die Doktorarbeit gesagt. Eigentlich soll er motivieren, erreicht allerdings oft das Gegenteil.

Das pure Schreiben der Doktorarbeit sollte nicht unterschätzt werden und dauert häufig mindestens genauso lang wie der Forschungsteil.Die Schreibarbeit einer Promotion ist die Phase, in der die meisten Arbeiten scheitern, hauptsächlich weil der Aufwand deutlich unterschätzt wird, die für die Promotion reservierte Zeit ausgeht und häufig auch die Unterstützung durch Betreuer und Forschungsteam nachlassen. Gerade im Medizinstudium wird man zudem meist nicht (gut) auf das Erstellen wissenschaftlicher Schriftstücke vorbereitet. An vielen Unis ist es immer noch möglich, das Medizinstudium abzuschließen, ohne eine einzige Hausarbeit zu schreiben.

Die gute Nachricht ist aber, dass wissenschaftliches Schreiben absolut lernbar ist, für jeden und auch im Rahmen der Promotion. Sehr hilfreich ist zudem, wenn man die Schreibarbeit von Anfang an ernst nimmt und ihr einen ähnlich hohen Stellenwert einräumt wie der praktischen Arbeit.

Schreibarbeit im Zeitplan berücksichtigen

Die Zeit für die Doktorarbeit möchte im Rahmen der Studien- oder Arbeitszeit eingeplant werden (siehe Teil 4 – Der praktische Teil). Das gilt in besonderem Maße auch für die Schreibarbeit, denn du erleichterst dir den Aufwand ungemein, wenn du es schaffst zeitnah und regelmäßig deine Forschungsergebnisse auf Papier zu bringen.

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Rezension: „Medizinische Terminologie“

Medizinische Terminologie von Wolfgang CasparDie Terminologie wird an den Unis häufig im ersten Semester behandelt. Die meisten Medizinstudenten haben heutzutage (zurecht) kein Latein mehr in der Schule gehabt und müssen die Begrifflichkeiten am Anfang ihres Studiums deshalb erstmal durchblicken. Der „Termi“-Kurs dauert meistens nur ungefähr 3 Monate. Lohnt sich ein entsprechendes Buch trotzdem? Wir geben euch die Antwort.

Zielgruppe

Das Buch „Medizinische Terminologie“ wurde hauptsächlich für Medizin- und Zahnmedizinstudenten im ersten Semester geschrieben.

Aufbau / Didaktik

Anfangs werden die Grundlagen medizinischer Termini (Schreibweise, Aussprache, grundlegende Vokabeln sowie Grammatik) erklärt. Die folgenden Kapitel sind nach Körperregionen bzw. verschiedenen medizinischen Fachbereichen gegliedert und nennen nach einer kurzen Einleitung jeweils die dafür wichtigsten Vokabeln in Tabellen mit deutscher und englischer Übersetzung. Außerdem gibt es in jedem Kapitel Übungsaufgaben, wodurch man testen kann, ob man die Vokabeln verstanden hat. Abschließend bietet das Buch ein Vokabelverzeichnis zum schnellen Nachschlagen.

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Methoden zur Empfängnisverhütung

Heutzutage gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, um eine Schwangerschaft beim Geschlechtsverkehr zu vermeiden. Dabei gehören in unserer Gesellschaft die Anti-Baby-Pille und das Kondom zu den gängigsten Methoden. Der sogenannte Pearl-Index beschreibt dabei, zu wie vielen Schwangerschaften es unter 100 Geschlechtsverkehr-praktizierenden Frauen bei dieser Art der Kontrazeption innerhalb eines Jahres kommt. Dabei liegt diese Quote in Studien bei den meisten Verhütungsmethoden sogar unter 1, auch wenn beim Pearl-Index keine sichere Anwendung der Methode garantiert ist. Ohne Empfängnisverhütung liegt der Pearl-Index bei Frauen im Alter von 18 bis 39 Jahren übrigens zwischen 82 und 87.

Natürliche Methoden

Zu den sichersten natürlichen Verhütungsmethoden gehören vor allem das Temperaturmessen und die Billings-Methode zur Bestimmung der Beschaffenheit des Zervixschleims. Die Kombination dieser beiden Methoden führt zu einem Pearl-Index von 0,26 – 2,2. Wenn sich der Eisprung auslöst, muss dann natürlich beim Sex zum Beispiel ein Kondom verwendet werden oder in dieser Zeit komplett auf den vaginalen Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Der Coitus interruptus verzeichnet übrigens einen Pearl-Index von bis zu 18.

Mechanische Methoden

Das Kondom ist das einzige Verhütungsmittel, das auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt.Das Kondom ist die in der westlichen Welt am meisten verwendete mechanische Verhütungsmethode. Dabei liegt der Pearl-Index allerdings mit bis zu 14 verhältnismäßig hoch. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ein Kondom schnell falsch angewendet werden kann und Sperma so doch in die Vagina gelangt. Bei korrekter Anwendung beträgt der Pearl-Index 2. Wichtig ist, dass das Kondom immer noch die sicherste Methode darstellt, um sich gegen sexuell übertragbare Krankheiten zu schützen. Gerade, da ausgesprochen gefährliche Krankheiten wie die Syphilis, Gonorrhoe, Genitalherpes oder HIV sich aktuell wieder vermehrt verbreiten, sollte man erst in stabilen, längeren Beziehungen beim Sex auf den Einsatz eines Kondoms verzichten.
Zu den mechanischen Verhütungsmethoden für die Frau gehören zum Beispiel das Diaphragma (Pearl-Index 1-20) und verschiedene Barriereverhütungsmittel, die in Kombination mit Spermazid (tötet die Spermien ab) wirken (Pearl-Index 2-20). Auch kupferhaltige Intrauterinpessare sorgen durch mechanische Reize dafür, dass sich keine Eizelle in die Gebährmutterschleimhaut einnistet.

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Fröhliche Weihnachtstage und ein gutes neues Jahr

Medizin-Blog.com wünscht allen Lesern schöne Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2021!Ein seltsames Jahr neigt sich dem Ende zu und Weihnachten steht vor der Tür. Die Weihnachtstage werden in diesem Jahr leider etwas anders verlaufen als wir sie kennen.

Trotzdem wünschen wir allen Lesern natürlich besinnliche Feiertage und einen guten und vor allem gesunden Start in das Jahr 2021!

Vielen Dank für die Treue und das Interesse an unseren Buchvorstellungen und Beiträgen im vergangenen Jahr. Durch die vielen Rückmeldungen auf unsere Arbeit können wir diese ständig verbessern.

Euer Team von Medizin-Blog.com

Kann man FFP-2-Masken waschen?

Seit dem 15. Dezember können rund 27 Millionen Deutsche kostenlose FFP-2-Masken in Apotheken abholen. Die Masken sollen Risikogruppen (über 60-Jährige und chronisch Kranke) vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 schützen. Pro Betroffenen geben die Apotheken in den nächsten Monaten bis zu 15 Masken heraus. Doch wie lange halten diese Masken bzw. wann sollte man diese austauschen? Und gibt es eine Möglichkeit diese Masken zu reinigen?

Seit dem 15. Dezember werden FFP-2-Masken kostenlos an Risikogruppen verteilt.FFP-2-Masken sollen nach europäischer Norm mindestens 95 Prozent von gesundheitsschädlichen Stäuben, Nebel und Rauche und Aerosole filtern. Diese Filterwirkung nimmt mit der Zeit ab, vor allem, wenn die Maske zum Beispiel durch die kondensierte Ausatemluft feucht wird. Maskenhersteller empfehlen deshalb nach spätestens 8 Stunden einen Maskenwechsel. Ein Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise eine FFP-1-Maske sollte übrigens noch häufiger ausgetauscht werden. Die normalen FFP-2-Masken sind nicht wiederverwendbar, das erkennt man an der Aufschrift „NR“ („not reusable“).

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Wieviel Geld verdient ein Assistenzarzt?

Das Studium der Humanmedizin ist mit einer Regelstudienzeit von 12 Semestern eines der längsten in Deutschland und ist mit ca. 200.000 Euro pro Student für den Staat besonders kostspielig. Doch wieviel Geld verdient eigentlich ein Assistenzarzt im 1. Jahr, wenn man sich nach langen 6 Jahren Studium endlich mal finanziell von den Eltern abnabeln kann?

Das Gehalt orientiert sich am Tarifvertrag

Das Gehalt eines Assistenzarztes richtet sich nach einem Tarifvertrag, egal welcher Fachrichtung man angehört.Anders als in anderen Berufen ist das monatliche Gehalt als Arzt gerade in der Zeit der Weiterbildung bis zur Facharztprüfung (je nach Fachrichtung 5-6 Jahre, im Falle der Herz- und Thoraxchirurgie auch noch länger) keineswegs Verhandlungssache. Hierfür gibt es bundesweit geltende Tarifverträge, in denen der Verdienst festgeschrieben ist. Die dort festgelegten Summen erhöhen sich in der Regel jährlich, was häufig leider gerade nur einem Inflationsausgleich entspricht (1-2 Prozent). Außerdem bekommt man in den ersten 5 Jahren als Weiterbildungsassistent jährlich eine Gehaltserhöhung. Diese bewegt sich meistens zwischen 150 und 300 Euro brutto.

Mit welchem Startgehalt darf man rechnen?

Der Verdienst als Assistenzarzt variiert minimal je nachdem, ob man an einem kommunalen Krankenhaus, einer Uniklinik oder einem Haus mit privatem Träger arbeitet. Dabei ist es übrigens völlig egal, ob man als chirurgischer, internistischer oder radiologischer Assistenzarzt arbeitet. Das Gehalt ist für alle Fachrichtungen gleich. So verdient man an einer kommunalen Klinik im ersten Jahr ab dem 1. Januar 2021 4694,75 Euro brutto monatlich bei einer tariflichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. An einer Uniklinik verdient man im gleichen Weiterbildungsjahr 4841,95 Euro brutto monatlich, hier sind allerdings 42 Wochenstunden festgeschrieben. Rechnet man also im Vergleich den Bruttostundenlohn aus, verdient man an einem kommunalen Krankenhaus mehr als an einer Uniklinik. Das Anfangsgehalt an einem Krankenhaus eines privaten Trägers (Helios, Asklepios, Damp, KMG, Rhön oder zum Beispiel Sana) bewegt sich meistens zwischen diesen beiden Werten der Tarifverträge.

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