Überlebenstipps für Erstis (04)

Die Zusage ist da, die Immatrikulation steht und schon jetzt fühlt ihr euch absolut planlos und aufgeschmissen?
Kein Problem! Wir haben ein paar wichtige Tipps für euch gesammelt, damit in den kommenden Wochen wirklich gar nichts schief geht. 🙂

Facebook

Habt ihr schon? Top. Ihr seid seit Jahren Facebook-Gegner? Auch okay, aber für das kommende Studium solltet ihr euch wirklich einen Account zulegen. Egal ob WG- oder Wohnungssuche, Infos von der Fachschaft und Gruppen für gebrauchte Bücher oder Zahnimaterialien: Facebook ist die Lösung aller Probleme. Schaut auf jeden Fall, ob es schon eine Jahrgangsgruppe gibt! Alles wichtige Organisatorische läuft meist über Facebook. Ein Repetitorium wird angekündigt oder eine HiWi-Stelle frei – ihr verpasst nichts. Auch die nächste Party nicht. 😉

Bücher

In den ersten Wochen des Studiums stellen sich viele Fragen: Wir geben hilfreiche Tipps für Erstis.Kauft im Voraus keine Bücher. Wirklich! In den ersten Wochen werdet ihr schon genug Empfehlungen bekommen, welches Lehrwerk nützlich ist und auf welche Investition ihr getrost verzichten könnt. Lest Rezensionen und fragt auf jeden Fall auch Höhersemestrige nach deren Meinung! (Die Geschichten von Dozenten, die ihr eigenes Buch unbedingt an den Mann bringen wollen, kennen wir doch alle.) Ihr solltet euch die Bücher auch erstmal ausleihen und überprüfen, wie ihr damit klar kommt. Medizinische Literatur ist teuer – in ein Buch zu investieren welches schlussendlich nur im Regal verstaubt, ist einfach ärgerlich.

Und noch ein kleiner Tipp: schaut euch frühzeitig die Skripte von Endspurt (oder Medilearn) an. Gerade für den Einstieg oder zur Wiederholung super praktisch und in unseren Augen jeden Cent wert.

Connections

Vernetzt euch. Einzelkämpfer mag keiner! Haltet zusammen, teilt Tipps & Infos und arbeitet nicht gegeneinander. Zusammen studiert es sich einfach leichter. Vor allem in anstrengenden Lernphasen sind Uni-Freunde unbezahlbar. Gründet Lerngruppen oder seid einfach nur füreinander da: der Druck im Medizinstudium ist enorm und geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid. Auch solltet ihr ein gutes Verhältnis und Kontakt zu den anderen Jahrgängen halten. Ob Altprotokolle oder nahezu überlebenswichtige Tipps: es hilft immer, Ansprechpartner zu haben. Und da das Ganze ein studentischer Generationenvertrag ist, seid dann bitte auch für die neuen Erstis da.

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Überlebenstipps für Erstis (03): Uni-Haul

Der Beginn des Studiums markiert einen neuen Lebensabschnitt – und schnell wird klar, dass man das Ganze gut strukturiert und organisiert angehen muss, um nicht in Woche 2 schon völlig im Chaos zu versinken. Für die, die sich schon jetzt mit den wichtigsten Dingen „eindecken“ wollen, hat Zahnmedizinstudentin Myriélle einige Shopping-Anregungen gesammelt. Damit ihr euch entspannt zurücklehnen könnt, wenn andere in besagter Woche 2 verzweifelt durch die Läden hetzten.

Tasche / Rucksack

Schnell werdet ihr merken, dass ihr an manchen Tagen verdammt viel mitschleppen müsst. Vor allem, wenn es nach der Vorlesung noch in die Bibliothek geht. Ein geräumiger Rucksack ist dabei wichtiger, als man anfangs vermutet. Zu Beginn des Studiums besaß ich eine Collegebag aus Leder. Schick, aber aufgrund der einseitigen Belastung in meinen Augen absolut ungeeignet. Nach ein paar Wochen bin ich zum Rucksack zurückgekehrt. Am häufigsten trifft man auf dem Campus tatsächlich Modelle von Herschel oder Fjällräven an – es gibt aber auch genauso gute und deutliche günstigere Alternativen! Kauft, was euch gefällt – aber achtet auf den Tragekomfort.

Laptop / Tablet

Lehrbuch, Kalender, Tablet, Stifte und ein Block finden sich im Rucksack vieler Studenten.

Einen Laptop werdet ihr sicher schon besitzen. Über ein Tablet solltet ihr aber auch definitiv mal nachdenken! Ich habe während der Vorlesung anfangs per Hand und danach am Laptop mitgeschrieben. Beides hat für mich aufgrund des oftmals schnellen Tempos leider nur mäßig gut geklappt. Skripte auszudrucken und darin Notizen zu machen, wird auf Dauer super teuer. Mittlerweile besitze ich ein iPad Pro und bin absolut zufrieden! Die Anschaffungskosten sind zwar enorm, aber das mitschreiben mit Apple Pencil funktioniert einfach gut. Die Skripte runterladen und bequem Notizen machen – vor allem bei Bildern und Grafiken praktisch, die in der VL besprochen werden. Apple hat mittlerweile auch eine erschwinglichere Version auf den Markt gebracht. Informiert euch da einfach mal, mittlerweile gibt es einige gute Alternativen unterschiedlicher Anbieter.

Semesterticket

Wenn ihr in einer größeren Stadt studiert und nicht alles mit dem Rad abfahren könnt, werdet ihr um ein Semesterticket für die öffentlichen Verkehrsmittel nicht drum herum kommen. Die Preise und Regularien (bei manchen Unis sind die Tickets nämlich (teilweise) schon im Semesterbeitrag inkludiert), sind überall anders. Fragt einfach mal nach.

Und für die Autofahrer unter euch: oft ist die Parksituation schwierig oder ein Tagesticket an der Klinik unverschämt teuer. Informiert euch, ob ein Antrag auf Parkberechtigung für Studenten möglich ist! Für einen wirklich guten Preis lässt sich nämlich oftmals eine monatliche „Freikarte“ mieten.

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Überlebenstipps für Erstis (02)

In ein paar Wochen beginnen für viele neue Studenten die ersten universitären Pflichtveranstaltungen. Weiter geht’s bei uns mit dem zweiten Teil unserer Ersti-Tipps.

Thiemes Erstitüte 

Jeder Medizinstudent kennt den Thieme-Verlag. Zum Studienanfang spendiert euch der Verlag eine „Ersti-Tüte“, häufig mit Notizblock, Post-Its und Kulis versehen. Die kostenlosen Jutebeutel könnt ihr euch in der medizinischen Buchhandlung abholen. Hier erfahrt ihr, wo ihr hin müsst.

Lernen… 

Bücher gekauft, erste Vorlesungen besucht und schon von euren Kommilitonen gefragt worden, wie viel ihr schon gelernt habt? Unser Tipp: tief durchatmen, einen Lernplan aufstellen und nicht mit dem dicksten Buch anfangen! Gut für den Einstieg eignen sich zum Beispiel die Medi-Learn- oder Endspurtskripte. Am Anfang des Medizinstudiums muss sich fast jeder an das deutlich erhöhte Pensum gewöhnen. Jeder hat eine unterschiedliche Lernstrategie, aber wer interessiert ist kann in unserer Rubrik Lerntipps stöbern.

Das Kreuzen sollte fester Bestandteil des Lernplans sein.Altklausuren 

Altklausuren sind für Mediziner wie Freitag für Robinson Crusoe: Eine wichtige Stütze in großer Not. Sie helfen euch dabei, Ordnung in den Wissensurwald zu bringen, Prioritäten zu schaffen und bieten eine Möglichkeit, euer erlerntes Wissen anzuwenden und zu testen. Das gesamte Medizinstudium hindurch werdet ihr das „Kreuzen“ üben und am besten fängt man so früh wie möglich damit an!
Je nach Uni gibt es die Altklausuren an unterschiedlichen Orten: auf dem Uniserver, in den Händen der Fachschaft, in der Bibliothek, etc.
Erkundigt euch bei der Fachschaft oder bei Studenten höherer Semester, wo ihr die Altklausuren finden könnt!

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Überlebenstipps für Erstis (01)

Die ersten Wochen des Studiums sind aufregend und man muss sich komplett neu orientieren und zurechtfinden. Wir wollen euch ein paar Tipps und Tricks mit auf den Weg geben! Darum hier unsere Ersti-FAQs!

Wie finde ich eine Wohnung?

  • Die Website des Studentenwerks kann in vielen Fällen schon weiterhelfen: dort werden Studentenwohnheime vorgestellt und häufig auch Einzelzimmer bei privaten Vermietern vermittelt. Die Adressen der Wohnheimträger findet ihr in unserer Ersti-Linkliste.
  • Die Wohnungssuche ist für viele im ersten Semester ein Problem.Das Mekka der WG-Suchenden: www.wg-gesucht.de. Dort könnt ihr nicht nur nach freien WG-Zimmern suchen, sondern auch nach Leuten, die mit euch eine neue WG gründen wollen!
  • Seid ihr euch noch nicht sicher, wo ihr genau hinziehen wollt: www.zwischenmiete.de. Hier findet ihr Zimmer für kürzere Zeiträume. So müsst ihr euch noch nicht festlegen und habt Zeit in Ruhe vor Ort auf Wohnungssuche zu gehen, falls ihr relativ knapp vor Unistart erst eure Zusage bekommen habt 😉
  • Der Dauerbrenner: www.immobilienscout24.de. Von einem kleinen Ein-Zimmer-Apartment bis hin zur großen WG-tauglichen Wohnung ist dort (meist) alles vertreten.
  • Und zu guter Letzt: die meisten Unis haben eine Gruppe für Erstsemester bei Facebook. Sucht doch mal, tretet bei und fragt, ob jemand eine WG gründen möchte oder zufällig jemanden kennt, der ein Zimmer vermieten möchte.

Die ersten Tage…

…sind zweifelsohne spannend! Nehmt die Ersti-Angebote eurer Uni an, auch wenn eine Schnitzeljagd durch die Stadt nach einer Beschäftigung für Zehnjährige klingt. Vorbereitungskurse sind ebenfalls eine gute Gelegenheit erste Bekanntschaften zu knüpfen, auch wenn ihr vielleicht Mathe-LK hattet und nun wirklich nicht mehr hören müsst, wie die Integralrechnung funktioniert… Denkt in den ersten Wochen nicht daran, wie viel ihr lernen werden müsst, sondern schaut euch um, wer mit euch studiert und findet heraus, was eure neue Heimat so zu bieten hat!

Sind alle Vorlesungen essentiell?

Schon allein aus sozialen Gründen würden wir empfehlen, zumindest in den ersten Wochen die Vorlesungen regelmäßig zu besuchen ;-). So lernt ihr immer wieder neue Leute kennen und merkt gleichzeitig, welche Vorlesung euch etwas bringt und welche sich selbst mit zwei Espressos bestenfalls zum Quatschen eignet! Solltet ihr merken, dass ihr kein auditorischer Typ seid, sondern stattdessen lieber den Stoff mit einem Buch und den Vorlesungsfolien erarbeitet, müsst ihr kein schlechtes Gewissen haben! Ein Anatomie-Professor kann euch höchstens erklären, wie ihr euch manche Dinge besser herleiten könnt, er wird aber kaum essentielle Dinge sagen, die nicht auch in euren dicken Atlanten stehen…

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Rezension: „BASICS Psychosomatik und Psychotherapie“

Ein beliebter Einstieg ins Fach: Das BASICS Psychosmatik und Psychotherapie.Das Fach Psychosomatik ist im Medizinstudium eigentlich wie gemacht für den Einsatz eines Kurzlehrbuchs. Wir haben für Euch das „BASICS Psychosomatik und Psychotherapie“ von Svenja Davis-Glurich probegelesen.

Zielgruppe

Das BASICS eignet sich vor allem für Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt, die sich auf die Psychosomatik-Prüfung vorbereiten wollen oder ergänzend zur Vorlesung gerne etwas zu den Themen nachlesen möchten. Auch Psychologiestudenten, die sich für die Psychotherapie interessieren, können das Buch zur Wiederholung nutzen. Ansonsten dürfte das Spektrum des Kurzlehrbuchs für diese Gruppe aber etwas knapp sein.

Aufbau / Didaktik

Das BASICS teilt sich natürlich in einen allgemeinen (Grundlagen der Psychosomatik) und einen speziellen Teil (Übersicht Diagnosen, Psychosomatik, Psychotherapie) auf. Wie ebenfalls in den BASICS so üblich, gibt es abschließend 3 Fallbeispiele, wodurch das Erlernte angewendet werden kann. Im Psychosomatik-Teil des Buches werden verschiedene klinische Fachrichtungen (Gastroenterologie, Kardiologie, Urologie und Nephrologie, Gynäkologie, Dermatologie, Orthopädie, HNO, Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Psychoonkologie und Transplantation) und deren psychosomatisches Potential im Einzelnen beleuchtet. Allein dadurch wird dem Leser schon klar, wie wichtig und omnipräsent die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele in der Medizin sind. Wie bei der BASICS-Reihe üblich, werden die meisten Kapitel auf einer Doppelseite behandelt, der traditionelle Zusammenfassungs-Kasten rechts unten auf der Doppelseite darf natürlich auch nicht fehlen.

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Rezension: „Lehrbuch Orthopädie“

Lehrbuch Orthopädie - Was man wissen muss

Das Fach Orthopädie und Unfallchirurgie ist neben der Allgemein- und Viszeralchirurgie die zweite große Säule der Chirurgie. Dementsprechend kommt auch jeder Student mit diesem Fach in Berührung, spätestens im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahres. Grund genug also, um sich damit ordentlich auseinanderzusetzen. Welche Rolle kann dabei das Lehrbuch Orthopädie aus dem Springer-Verlag spielen? Wir haben es getestet.

Zielgruppe

Das Lehrbuch Orthopädie richten sich an Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt (vornehmlich im 5. und 6. Jahr oder im PJ). Aber auch für Weiterbildungsassistenten der Allgemeinmedizin kann sich ein Blick ins Buch lohnen.

Aufbau / Didaktik

Das Buch ist in 12 verschiedene Kapitel aufgeteilt: Gelenkübergreifende „Must knows“ legen im ersten Kapitel Grundlagen fest, in den weiteren Kapiteln werden die orthopädischen und unfallchirurgischen Pathologien und die entsprechenden Therapieoptionen verschiedener Körperteile (Wirbelsäule, Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß) besprochen. Das 9. Kapitel widmet sich kurz häufiger Krankheitsbilder der Kinderorthopädie (Hüftdysplasie, M. Perthes, Fußfehlstellungen), bevor in den letzten 3 Kapiteln die technische Orthopädie, die häufigsten Tumoren des Bewegungsapparates sowie Infektionen in der Orthopädie besprochen werden.

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Mit einem Promotionscoach zum Titel

Désirée Schaumburg berät Medizinstudenten und junge Ärzte auf dem Weg zum Doktortitel.Landläufig heißt es, dass es in keinem anderen Fach so einfach sei einen Doktortitel zu erhalten wie in der Humanmedizin. Dass das in den meisten Fällen leider nicht der Realität entspricht, spüren viele Medizinstudenten und junge Ärzte am eigenen Leib. Gut also, wenn man jemanden hat, der einem bei wichtigen Fragen zur Seite steht. Nach einer kleinen promotionstechnischen Odysee berät Désirée Schaumburg heute selbst medizinische Promotionsanwärter und berichtet bei uns über ihren Weg.

Ich freue mich sehr, dass ich meinen ganz persönlichen Weg zum „Dr. med.“ bei euch erzählen darf und habe an der ein oder anderen Stelle Tipps eingebaut.

Anfangen möchte ich im Jahr 2014, als ich mich blutjung und hochmotiviert im 6. Semester vor der Aufgabe befand eine wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben. Das erste Mal wissenschaftlich arbeiten und keine Ahnung von der Materie. Nur gut, dass es noch einige Kurse zum Lesen eines Papers gab und auch wie man eine gute Studie bewertet. Doch das reichte hinten und vorne nicht aus, wie ich schnell feststellen sollte als ich das erste Mal ein durchweg rot markiertes Worddokument von meiner Hausarbeitsbetreuerin, die später auch meine Promotionsbetreuerin wurde, zurückbekam.

Wenn man nicht gerade schon einen anderen Studiengang absolviert hat, dann weiß man über die Formalitäten des wissenschaftlichen Arbeitens wirklich sehr wenig. Ich hatte mich deshalb relativ früh entschlossen einen sogenannten Promotionskurs an meiner Universität zu absolvieren, um wenigstens zu wissen, wie ich so ein Worddokument erstelle und wo ich überhaupt die Literatur finde.

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