Zahnmedizin: Wissenswertes über die Weisheitszähne

Die Entfernung von Weisheitszähnen gehört für Kieferchirurgen zu den häufigsten Eingriffen.In der Zahnmedizin taucht immer wieder der Begriff „Molaren“ auf. Darunter versteht man die großen Backenzähne, die zum Zermahlen der Nahrung dienen. Am Ende des Ober- und Unterkiefers befinden sich aber auch noch die Weisheitszähne. In der Regel hat jeder Erwachsene 4 davon, es können aber auch weniger sein. Die Weisheitszähne durchdringen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren die Weichteile sowie den Kieferknochen, sodass mit ihnen Komplikationen auftreten können. Aber auch weil sie oft nur teilweise oder gar nicht freigelegt sind, können Entzündungen und Schmerzen im Mundbereich auftreten. In der Fachliteratur werden sie gemäß der Quadranten-Nomenklatur auch „Achter“ genannt.

Deshalb verursachen Weisheitszähne schmerzen

Evolutionsbedingt ist der Weisheitszahn in der heutigen Zeit aufgrund der weichen, gegarten Mahlzeit so weit zurückgegangen, dass dieser keinen Platz mehr im Gebiss hat. Bildet sich der Weisheitszahn dennoch aus, können mittlere bis sehr starke Schmerzen auftreten. Sie drücken von innen gegen den Knochen, gegen die Haut, sodass diese überspannt wird. Aber auch der benachbarte Siebener kann angegriffen werden. Wegen dieser Tatsache vermuten Patienten oft, dass sich Karies im Siebener ausgebildet hat. Zahnärzte wie in der Zahnarztpraxis Kiel sollten daher genau prüfen, ob es sich um ein Kariesproblem handelt oder ob es die Weisheitszähne betrifft.

Müssen Weisheitszähne entfernt werden?

Hält der Schmerz im Mundbereich an, ist es ratsam die Weisheitszähne entfernen zu lassen. Oft verursachen sie schwerwiegende Folgen für das Gebiss. Durch den Druck auf die benachbarten Zähne kann es zu einer Zahnverschiebung kommen. Ebenso können aber auch Schäden in der Zahnwurzel auftreten. Dadurch können langfristig Kiefergelenkbeschwerden, aber auch Verspannungen der Gesichtsmuskulatur entstehen. Sind die Schmerzen allerdings nur sehr gering, können Probleme auch durch Mittel aus der Hausapotheke gelöst werden. Ein nasser Kamillentee-Beutel kühlt nicht nur den Schmerz, sondern führt im besten Fall durch die antibakterielle Wirkung auch zu einem Abklingen der Entzündung.

Informationen zur Operation

Zahnärzte empfehlen normalerweise die 4 Weisheitszähne in zwei Etappen zu entfernen. Zur Durchführung wird entweder eine Lokalanästhesie oder auf Wunsch auch eine Kurznarkose angewendet. Da sich in den Wunden Blutpfropfen bilden, sodass sich neues Bindegewebe und anschließend Knochenmasse entstehen kann, ist es ratsam nach der OP auf säurehaltige Säfte sowie auf Heißgetränke zu verzichten. Aber auch Nüsse oder andere krümelige Speisen sollten vermieden werden, um eine Entzündung zu vermeiden. Schmerzmittel können den Heilungsprozess unterstützen, da dadurch weniger Adrenalin im Körper ausgeschüttet wird. Die Entfernung der Weisheitszähne ist nicht einer der neuesten Trends der Zahnmedizin, sondern gehört vielmehr für Zahnärzte und Oralchirurgen zu den am häufigsten durchgeführten Operationen.

Richtlinien für eine reibungslose Genesung

Nach der Entfernung der Weisheitszähne ist es ratsam, den Mund am Tag der Operation nicht auszuspülen, um die Blutgerinnsel in den Wundbereichen nicht zu stören. Dies könnte zu verlängertem Bluten oder Infektionen führen. Stattdessen sollte man auf das Spülen des Mundes verzichten und die ersten 24 Stunden nach der Operation vorsichtig sein. Die Ernährung sollte in den ersten Tagen nach der Operation weich und kühl sein. Vermeide heiße Speisen oder Getränke, da sie die Wundheilung beeinträchtigen könnten. Optimal sind weiche Nahrungsmittel wie Pürees, Joghurt, Suppen oder Smoothies, die den Kiefer nicht belasten und eine ausreichende Nährstoffversorgung gewährleisten.

Regelmäßiges Spülen mit einer milden Salzlösung kann dazu beitragen, Keime zu reduzieren und die Wundreinigung zu unterstützen. Die Zubereitung einer Salzlösung erfolgt, indem man einen Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auflöst. Vorsichtiges Spülen des Mundes sollte mehrmals täglich durchgeführt werden, jedoch nicht zu stark oder zu häufig, um eine Störung der Wundheilung zu vermeiden. Schmerzmittel, die vom Zahnarzt verschrieben wurden, sollten gemäß den Anweisungen eingenommen werden, um Schmerzen und Unannehmlichkeiten zu lindern. Es ist wichtig, die vorgeschriebenen Dosierungen einzuhalten und bei Bedarf die empfohlenen Schmerzmittel einzunehmen.

Zusätzlich zur Medikation ist es wichtig, sich ausreichend Ruhe zu gönnen und körperliche Anstrengung zu vermeiden, um eine gute Heilung zu ermöglichen. Das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper kann dazu beitragen, Schwellungen zu reduzieren. Auf das Rauchen sollte nach der Operation verzichtet werden, da dies die Wundheilung beeinträchtigen kann. Während der Genesungsphase sollte zum Beispiel regelmäßig die Zahnarztpraxis aufgesucht werden, um den Heilungsfortschritt zu überwachen und eventuelle Fragen oder Bedenken zu besprechen.

Bild: pixabay.com

One Reply to “Zahnmedizin: Wissenswertes über die Weisheitszähne”

  1. Das ist wirklich ein sehr leidiges Thema die Weisheitszähne. Alle die keine Probleme damit haben und eine OP nicht benötigen können sich wirklich glücklich schätzen. Bei der falschen Wahl der Oralchirurgie kann das eine unschöne Angelegenheit werden.

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