Rezension: „Kurzlehrbuch Augenheilkunde“

Kurzlehrbuch AugenheilkundeAn vielen Universitäten wird das Fach Augenheilkunde erst am Ende der klinischen Semester behandelt. Trotzdem lohnt sich in vielen Fällen ein Lehrbuch für dieses kleinere Fach.

Seit Oktober 2012 gibt es nun auch für die Ophtalmologie ein Kurzlehrbuch von Thieme, das sich nahtlos in dieses beliebte Konzept einreiht. Sowohl optisch als auch didaktisch steht es seinen Vorgängern aus anderen medizinischen Disziplinen in nichts nach.

Insgesamt teilt sich das Lehrbuch in zwanzig Abschnitte auf. Dabei leitet besonders das erste Kapitel sehr gut in den Bereich der Augenheilkunde ein. Hier werden nämlich nochmal die wichtigsten Untersuchungsmethoden und Leitsymptome beschrieben und auch nochmal darauf hingewiesen, worauf man bei der orientierenden Inspektion der Augen und der Sehfähigkeit achten sollte. So wird gleich zum Anfang des Buches schon die Verbindung zur Praxis hergestellt und für das einwöchige Blockpraktikum in der Augenheilkunde ist dieses Kapitel sicherlich das grundlegendste.

Die weiteren Abschnitte gehen dann näher auf die verschiedenen Teile des menschlichen Auges und die dabei vorkommenden Krankheits- und Verletzungsmuster ein (Tränenorgane, Bindehaut, Hornhaut, Lederhaut, Linse, Gefäßhaut, Netzhaut, Glaskörper, Uveitis, Glaukom, Pupille, Sehnerv, Sehbahn, Augenhöhle, Strabismus, Supranukleäre Augenbewegungsstörungen). Im vorletzten Kapitel „Optik und Refraktion“ geht es dann darum, wie man bestimmte Fehlsichtigkeiten mit Hilfsmitteln wie Brille, Kontaktlinsen oder der refraktären Chirurgie behandeln kann. Abgeschlossen wird das Buch mit dem Thema Trauma und verschiedenen Verletzungsbildern (mechanisch, chemisch, physikalisch…). Im Anhang findet man zusätzlich noch Tabellen zum Grad der Behinderung in Abhängigkeit von der Sehschärfe oder eine Übersicht der Möglichkeiten der lokalen Antibiotikatherapie. Ebenfalls wird das Thema Kontaktlinsen und Augenlider in dem Kurzlehrbuch behandelt. Wer selber Linsen trägt, weiß, wie wichtig der pflegliche Umgang damit ist. Neben dem finanziellen Aspekt sind es nämlich vor allem auch hygienische Punkte, die bei der täglichen Anwendung eine Rolle spielen und dazu führen, dass Kontaktlinsen einen Monat lang halten und die Hornhaut nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Fazit:

Wer eine gute zusätzliche Lernhilfe zu den Vorlesungen und den angeboten Materialien des Blockpraktikums haben möchte, ist mit dem Kurzlehrbuch Augenheilkunde wirklich gut bedient. Es enthält alle wichtigen Informationen und sollte an jeder Uni zur Vorbereitung auf die Klausur ausreichen. Sowohl bekannte Stilmittel der Thieme Kurzlehrbücher wie „Key Points“, „Merke-Kästen“, einem klinischen Fall zum Anfang eines jeden Kapitels und Praxistipps als auch viele aussagekräftige Tabellen und Abbildungen sind enthalten. Wer es sich natürlich vorstellen kann, später einmal eine Facharztausbildung in der Augenheilkunde zu absolvieren, sollte sich sicherlich überlegen, ob dann nicht auch die Investition in ein größeres und ausführlicheres Lehrbuch Sinn macht. Für alle anderen reicht dieses Kurzlehrbuch locker aus.

Kurzinfo:

Autor(en):Gesa-Astrid Hahn
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2012
Seitenanzahl:288
Abbildungen:
172
Preis:24,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

Lukrativer und lehrreicher Nebenverdienst an der Uni

Viele Studenten sind auf Nebenjobs angewiesenMedizinstudenten geht es selten anders als allen anderen Studenten – auch sie brauchen in vielen Fällen einen Job, um sich finanziell das Studium leisten zu können. Wohnung, Verpflegung, Lehrbücher, Klinikausrüstung und eventuelles kulturelles Freizeitprogramm verschlingen in den sechs Jahren Studienzeit viele Euros.

Eine beliebte Möglichkeit zum Geld verdienen bietet eine Nebentätigkeit an der Universität. Die Einsatzmöglichkeiten dieser wissenschaftlichen Hilfskräfte sind vielfältig und bewegen sich meist vor allem im Bereich von Forschungsgruppen in Laboren oder in der Lehre von jüngeren Semestern.

Besonders bei der Lehre in verschiedenen Fächern bedient man damit neben dem finanziellen Aspekt natürlich auch die Möglichkeit sich durch Wiederholung des schon gelernten Stoffes auf das Physikum oder das 2. Staatsexamen vorzubereiten. Außerdem bekommt man beispielsweise in Kursen der Anatomie, Biochemie, Physiologie oder im klinischen Bereich in der Mikrobiologie, Pathologie oder Pädiatrie auch einen guten Kontakt zu jüngeren Semestern, die um brauchbare Tipps zum Lernen und weitere Erfahrungswerte immer dankbar sind.

Pekuniär bewegen sich die meisten Hiwi-Gehälter zwischen 8,50 und 12,50 Euro. In Frankfurt bekommt man beispielsweise 8,50 pro Stunde und ab dem vollendeten 6. Semester dann 10 Euro. Zusätzlich bekommt man in vielen Fällen auch die Vorbereitungszeit auf die Kurse bezahlt.

Rezension: „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“

Intensivkurs Psychiatrie und PsychotherapieElseviers „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“ teilt sich auf in 17 Kapitel und beginnt nach einer kurzen Einführung mit den Methoden der psychiatrischen Diagnostik und Therapie. Diese Kapitel nehmen schon mal 120 Seiten in Beschlag, liefern dann aber natürlich auch eine optimale Grundlage für das Verständnis der Arbeit eines Psychiaters und Psychotherapeutens.

Anschließend werden psychiatrische Erkankungen thematisch behandelt. Die Einteilung erfolgt dabei folgendermaßen: Organisch psychische Störungen, affektive Störungen, Schizophrenien und andere psychotische Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Angst und Zwang, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen, Sexualstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, Psychosomatik, Psychiatrische Notfälle und Psychiatrische Begutachtungen und andere rechtliche Aspekte. Bei dieser Gliederung fällt auf, dass nur 8 Seiten auf das Kapitel Psychosomatik entfallen, obwohl es zum Beispiel in Frankfurt eine ganze Woche Blockpraktikum in diesem Bereich gibt.

Die Texte lesen sich durchweg leicht und sind nicht in zu große Abschnitte aufgeteilt. Tabellen, schematische Abbildungen und Merke-Kästen gehören genauso zur Ausstattung dieses Intensivkurses wie Klinik-Kästen, in denen Hinweise zur Handhabung der jeweiligen Thematik in der Klinik gegeben werden, sowie Praxistipps und Kasuistiken, also kleinere Fallbeispiele, die das beschriebene festigen sollen. Auch designtechnisch passt die Aufmachung zu ähnlichen modernen Konkurrenzausgaben und überzeugt durch eine bewusst farbige, aber nicht zu bunte Darstellung, wie das in Lehrbüchern der Intensivkursreihe von Elsevier üblich ist.

Fazit:

Wie bei vergleichbaren Lehrbüchern aus diesem Bereich gibt es auch im „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“ leider nicht so viele Bilder, was aber natürlich auch nicht leicht ist. Zum Vor- und Nachbereiten von Vorlesungen und dem zugehörigen Blockpraktikum in der Psychiatrie lässt sich das Buch trotzdem sehr gut nutzen. Es liest sich leicht und hat mehr Inhalt als beispielsweise ein Kurzlehrbuch. Punktabzüge gibt es leider für die kurze Abhandlung der Psychosomatik.

Kurzinfo:

Autor(en):Klaus Lieb, Sabine Frauenknecht, Stefan Brunnhuber
Verlag:Elsevier
Auflage:7.
Erscheinungsjahr:2012
Seitenanzahl:462
Abbildungen:
220
Preis:39,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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Wie bereitet man sich am besten für die MPU vor?

Im Volksmund wird die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) oft als Iditotentest bezeichnet. Doch dahinter verbirgt sich für viele eine wichtige Prüfung, da sie darüber entscheidet, ob man die Fahrerlaubnis entzogen bzw. neu erteilt bekommt.

Seit 1954 wird die MPU von der Begutachtungsstelle für Fahreignung eingesetzt, um Verkehrsünder, die mehrfach oder in besonders hohem Maße verkehrwidrig aufgefallen sind, zu testen und somit eine Entscheidungshilfe zu haben, wenn es um die Erteilung der Fahrerlaubnis geht.

Einige Einrichtungen bieten Hilfe für Betroffene an, indem intensive Vorbereitungsseminare angeboten werden. Dabei geht es darum den Ablauf der Eignungsprüfung zu erläutern und den Prüflingen die Erfolgskriterien näher zu bringen, auf die besonders geachtet wird. Was muss angegeben werden? Welche Informationen unterliegen der Schweigepflicht beziehungsweise Vertraulichkeit und müssen eventuell nicht bereitgestellt werden? Angeboten werden solche Kurse in vielen Städten. So auch in München, Nürnberg, Augsburg oder Regensburg. Besuchen Sie MPU Vorbereitung Augsburg Webseite und lesen sie sich in aller Ruhe die wichtigsten Infos durch.

Hohe Anforderungen an Fachübersetzungen

Professionelle Fachübersetzungen sind in der Medizin wie in jeder anderen Naturwissenschaft unerlässlich und von enormer Wichtigkeit, um Fehler beim Verstehen zu verhindern. Das ist natürlich meistens nicht einfach und bedarf fachkundigen Personals. Da vor allem in den USA und Großbritannien viel im medizinischen Bereich geforscht wird, sind es meistens Übersetzungen aus dem Englischen in die deutsche Sprache, die gebraucht werden. Viele Ärzte lesen die Veröffentlichungen natürlich direkt in der Originalsprache, aber trotzdem gibt es Gründe, warum technische Übersetzungen wichtig sind. Auch in der Pharmabranche werden hohe Ansprüche an Fachübersetzungen vom erfahrenen Übersetzungsbüro gestellt. Auch einige Lehrbücher für Studenten basieren auf übersetzten Erstfassungen aus angelsächsischen Ländern.

Angebote für Übersetzungen von Fachagenturen für jedes Gebiet gibt es einige, wie zum Beispiel auf der Internetseite www.invatrans.ch.

Medizinische Fachübersetzungen

In keinem anderen Fachgebiet ist die Anforderung auf eine hundertprozentig eindeutige Übersetzung so hoch, wie in der Medizin. Bereits ein minimaler Fehler kann das Leben von einem oder vielen Menschen gefährden. Eine Übersetzung muss von professionellen Übersetzern mit wissenschaftlichem Fachwissen erfolgen. Die sicherste Möglichkeit ist, einen studierten Mediziner oder Pharmazeuten zu beauftragen, der in seine Muttersprache übersetzt.

Medizinische Übersetzungen

Den kleineren Teil an medizinischen Übersetzungen bilden Arztbriefe und Sachverständigen-Gutachten im klinischen oder auch pharma-toxikologischen Bereich. Der weit größere Anteil entsteht durch Schulungs- und Lehrmaterialien, wissenschaftliche Publikationen und Kongressunterlagen, die weltweit gelesen und genutzt werden.

Pharmazeutische Übersetzungen

Um eine weltweite Zulassung eines Arzneimittels zu erhalten, sind die Übersetzungen von Studienunterlagen und Zulassungsdossiers erforderlich. Dies hat zur Folge, dass für jedes Präparat eine Packungsbeilage, ein Labelling und eine Zusammenfassung der Produktmerkmale in die jeweilige Landessprache übersetzt werden muss.

Falsche Übersetzung und die Folgen

Schon ein simpler Fehler kann hier zu schwerwiegenden Folgen führen. Ein Übersetzer ohne die fachliche Qualifikation würde diesen Fehler nicht bemerken und setzt jedem Patienten dem Risiko aus, aufgrund einer falschen Übersetzung der Diagnose, die falsche Medikation zu erhalten. Nur ein bis zwei Buchstaben am Ende eines Wortes falsch übersetzt, setzen möglicherweise einen Prozess in Gang, der nicht mehr zu stoppen ist.

Ein einfaches Beispiel ist die Über- und Unterfunktion eines Organes. In den meisten Sprachen sind diese zwei Begriffe in ihrer Schreibweise ähnlich den lateinischen Begriffen. Ein Übersetzer mit dem nötigen Hintergrundwissen würde diese beiden Begriffe nie verwechseln. Bei einem Laien wäre dieser Irrtum jedoch denkbar.

Eine passende Literatur für solche Übersetzung gibt es nicht. Sie finden in Deutschland einige Anbieter auf dem Markt, die professionelle medizinische und pharmakologische Fachübersetzungen vornehmen. Jedoch muss auch hier die Qualität der Anbieter überprüft werden. Im größten Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, kurz BDÜ genannt, werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Auf der entsprechenden Internetseite kann nach Übersetzern für spezielle medizinische Fachbereiche gesucht werden. Auch für exotische Sprachen findet sich dort ein geeigneter Anbieter.

Rezension: „Fallbuch Innere Medizin“

Fallbuch Innere MedizinSeit kurzem ist die neueste Auflage von Thiemes Fallbuch für die Innere Medizin auf dem Markt. Es behandelt insgesamt 150 Fälle aus den Bereichen Hämatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechselstörungen, Infektiologie, Nephrologie, Störungen des Säure-Base-Haushalts, Angiologie und Rheumatologie.

Die Fälle selber sind meistens nur sehr kurz gehalten und beschränken sich auf die wichtigsten Informationen. Vier bis fünf auf die Einleitung folgende Fragen können dann gleich im Buch bearbeitet werden oder eben auf einem seperaten Block. Die Antworten auf die Fragen gibt es dann im 2. Teil des Fallbuches, wo man außerdem hilfreiche Tabellen, Abbildungen und Erläuterungen in den Kommentaren findet. Zusätzlich werden verwandte Themen zu den jeweiligen Fällen genannt, die man beispielsweise in Lerngruppen beim Bearbeiten der Fälle durchsprechen kann.

Sehr praktisch ist, dass die einzelnen Fälle am Anfang des Buches sowohl nach betreffendem Fachbereich der Inneren Medizin als auch nach Antworten, also Diagnosen, geordnet ist. So findet man schneller, was man sucht. Natürlich gibt es im Sachverzeichnis am Ende des Buches auch noch eine alphabetische Auflistung nach Themen.

Fazit:

Das Fallbuch Innere Medizin von Bernard Hellmich eignet sich hervorragend zur Bearbeitung in kleinen Lerngruppen. Vor allem während des Inneren-Tertials im Praktischen Jahr macht das besonders viel Sinn. So lernt man bereits für das Hammerexamen bzw. die mündliche Examensprüfung und bereitet sich gleichzeitig für die Fragen des Ober- oder Chefarztes bei der Visite vor. Das Fallbuch hilft also sehr gut bei der aktiven Auseinandersetzung mit den Alltagsfällen auf der internistischen Station oder in der Notaufnahme.

Kurzinfo:

Autor(en):Bernhard Hellmich
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2013
Seitenanzahl:440
Abbildungen:
118
Preis:29,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
8