Rezension: „Duale Reihe Psychiatrie“

Wir haben die 7. Auflage der Dualen Reihe Psychiatrie (Thieme) rezensiert.In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr Fälle psychiatrischer Erkrankungen, weshalb es auch für entsprechende Assistenz- und Fachärzte einen immer höheren Bedarf gibt. Ein Buch für dieses Fach ist die Duale Reihe Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, die es seit November 2021 in einer neuen, der mittlerweile 7. Auflage gibt. Was bietet das Buch? Wir geben die Antworten.

Zielgruppe

Die Duale Reihe wurde für Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, Psychologiestudenten und Assistenzärzte der Psychiatrie geschrieben, die sich am Anfang ihrer Ausbildung befinden.

Aufbau / Didaktik

Grob ist das Buch in insgesamt 4 verschiedene Teile untergliedert. Nach den Grundlagen mit Untersuchungsmethoden, Symptomen und der Klassifikation (inkl. ICD-11-Codierung) folgt der größte Teil, die Krankheitslehre: Hier werden auf ca. 430 Seiten die häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder beschrieben. Nach den Grundpfeilern der Therapie schließt das Buch mit einem kleinen Teil zu den juristischen Aspekten, die ja in der Psychiatrie nicht ganz unwichtig sind. Klassischerweise ist das Buch im Duale-Reihe-Stil gehalten und beinhaltet also auch wieder das sogenannte „Kurzlehrbuch“ an den äußeren Seitenenden. Definitionskästen, Tabellen und die Rubrik „Patientensicht“, also eine Schilderung aus Patientenperspektive runden das Textbild ab und bringen didaktische Abwechslung.

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Überlebenstipps für Erstis (04)

Die Zusage ist da, die Immatrikulation steht und schon jetzt fühlt ihr euch absolut planlos und aufgeschmissen?
Kein Problem! Wir haben ein paar wichtige Tipps für euch gesammelt, damit in den kommenden Wochen wirklich gar nichts schief geht. 🙂

Facebook

Habt ihr schon? Top. Ihr seid seit Jahren Facebook-Gegner? Auch okay, aber für das kommende Studium solltet ihr euch wirklich einen Account zulegen. Egal ob WG- oder Wohnungssuche, Infos von der Fachschaft und Gruppen für gebrauchte Bücher oder Zahnimaterialien: Facebook ist die Lösung aller Probleme. Schaut auf jeden Fall, ob es schon eine Jahrgangsgruppe gibt! Alles wichtige Organisatorische läuft meist über Facebook. Ein Repetitorium wird angekündigt oder eine HiWi-Stelle frei – ihr verpasst nichts. Auch die nächste Party nicht. 😉

Bücher

In den ersten Wochen des Studiums stellen sich viele Fragen: Wir geben hilfreiche Tipps für Erstis.Kauft im Voraus keine Bücher. Wirklich! In den ersten Wochen werdet ihr schon genug Empfehlungen bekommen, welches Lehrwerk nützlich ist und auf welche Investition ihr getrost verzichten könnt. Lest Rezensionen und fragt auf jeden Fall auch Höhersemestrige nach deren Meinung! (Die Geschichten von Dozenten, die ihr eigenes Buch unbedingt an den Mann bringen wollen, kennen wir doch alle.) Ihr solltet euch die Bücher auch erstmal ausleihen und überprüfen, wie ihr damit klar kommt. Medizinische Literatur ist teuer – in ein Buch zu investieren welches schlussendlich nur im Regal verstaubt, ist einfach ärgerlich.

Und noch ein kleiner Tipp: schaut euch frühzeitig die Skripte von Endspurt (oder Medilearn) an. Gerade für den Einstieg oder zur Wiederholung super praktisch und in unseren Augen jeden Cent wert.

Connections

Vernetzt euch. Einzelkämpfer mag keiner! Haltet zusammen, teilt Tipps & Infos und arbeitet nicht gegeneinander. Zusammen studiert es sich einfach leichter. Vor allem in anstrengenden Lernphasen sind Uni-Freunde unbezahlbar. Gründet Lerngruppen oder seid einfach nur füreinander da: der Druck im Medizinstudium ist enorm und geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid. Auch solltet ihr ein gutes Verhältnis und Kontakt zu den anderen Jahrgängen halten. Ob Altprotokolle oder nahezu überlebenswichtige Tipps: es hilft immer, Ansprechpartner zu haben. Und da das Ganze ein studentischer Generationenvertrag ist, seid dann bitte auch für die neuen Erstis da.

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Rezension: „BASICS Psychosomatik und Psychotherapie“

Ein beliebter Einstieg ins Fach: Das BASICS Psychosmatik und Psychotherapie.Das Fach Psychosomatik ist im Medizinstudium eigentlich wie gemacht für den Einsatz eines Kurzlehrbuchs. Wir haben für Euch das „BASICS Psychosomatik und Psychotherapie“ von Svenja Davis-Glurich probegelesen.

Zielgruppe

Das BASICS eignet sich vor allem für Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt, die sich auf die Psychosomatik-Prüfung vorbereiten wollen oder ergänzend zur Vorlesung gerne etwas zu den Themen nachlesen möchten. Auch Psychologiestudenten, die sich für die Psychotherapie interessieren, können das Buch zur Wiederholung nutzen. Ansonsten dürfte das Spektrum des Kurzlehrbuchs für diese Gruppe aber etwas knapp sein.

Aufbau / Didaktik

Das BASICS teilt sich natürlich in einen allgemeinen (Grundlagen der Psychosomatik) und einen speziellen Teil (Übersicht Diagnosen, Psychosomatik, Psychotherapie) auf. Wie ebenfalls in den BASICS so üblich, gibt es abschließend 3 Fallbeispiele, wodurch das Erlernte angewendet werden kann. Im Psychosomatik-Teil des Buches werden verschiedene klinische Fachrichtungen (Gastroenterologie, Kardiologie, Urologie und Nephrologie, Gynäkologie, Dermatologie, Orthopädie, HNO, Augenheilkunde, Kinderheilkunde, Psychoonkologie und Transplantation) und deren psychosomatisches Potential im Einzelnen beleuchtet. Allein dadurch wird dem Leser schon klar, wie wichtig und omnipräsent die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele in der Medizin sind. Wie bei der BASICS-Reihe üblich, werden die meisten Kapitel auf einer Doppelseite behandelt, der traditionelle Zusammenfassungs-Kasten rechts unten auf der Doppelseite darf natürlich auch nicht fehlen.

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Rezension: „Lehrbuch Orthopädie“

Lehrbuch Orthopädie - Was man wissen mussDas Fach Orthopädie und Unfallchirurgie ist neben der Allgemein- und Viszeralchirurgie die zweite große Säule der Chirurgie. Dementsprechend kommt auch jeder Student mit diesem Fach in Berührung, spätestens im chirurgischen Tertial des Praktischen Jahres. Grund genug also, um sich damit ordentlich auseinanderzusetzen. Welche Rolle kann dabei das Lehrbuch Orthopädie aus dem Springer-Verlag spielen? Wir haben es getestet.

Zielgruppe

Das Lehrbuch Orthopädie richten sich an Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt (vornehmlich im 5. und 6. Jahr oder im PJ). Aber auch für Weiterbildungsassistenten der Allgemeinmedizin kann sich ein Blick ins Buch lohnen.

Aufbau / Didaktik

Das Buch ist in 12 verschiedene Kapitel aufgeteilt: Gelenkübergreifende „Must knows“ legen im ersten Kapitel Grundlagen fest, in den weiteren Kapiteln werden die orthopädischen und unfallchirurgischen Pathologien und die entsprechenden Therapieoptionen verschiedener Körperteile (Wirbelsäule, Schulter, Ellbogen, Hand, Hüfte, Knie, Fuß) besprochen. Das 9. Kapitel widmet sich kurz häufiger Krankheitsbilder der Kinderorthopädie (Hüftdysplasie, M. Perthes, Fußfehlstellungen), bevor in den letzten 3 Kapiteln die technische Orthopädie, die häufigsten Tumoren des Bewegungsapparates sowie Infektionen in der Orthopädie besprochen werden.

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Rezension: „BASICS Gynäkologie und Geburtshilfe“

Für den Einstieg eine gute Lösung: Das BASICS Gynäkologie und GeburtshilfeGynäkologie und Geburtshilfe steht für die meisten Medizinstudenten im zweiten Drittel des klinischen Studienabschnitts auf dem Programm. Reicht ein BASICS-Buch für das Fach aus oder sollte man doch größere Geschütze auffahren?

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, die sich vorlesungsbegleitend auf die schriftliche Prüfung des Fachs vorbereiten möchten. Auch um einen Überblick für Famulaturen oder zu Beginn des Wahltertials in der Frauenklinik zu bekommen, kann das Buch verwendet werden.

Aufbau / Didaktik

Wie das bei den Kurzlehrbüchern der BASICS-Reihe so üblich ist, teilt sich das Buch auf in einen allgemeinen (Grundlagen und Diagnostik) und speziellen Teil (nochmal unterteilt in Gynäkologie, Geburtshilfe und Sonderfälle/Notfälle). Abgerundet wird das Konzept wie immer mit drei Fallbeispielen zu den Themen „Fluor“, „Knoten in der Brust“ und „akutes Abdomen“, die sich nochmals in jeweils drei Fälle aufteilen. Im Anhang befinden sich auf einer Doppelseite Tabellen und Diagramme mit Normwerten. Die meisten Kapitel werden auf einer Doppelseite behandelt und wie immer in den BASICS-Reihen gibt es am Ende einen Zusammenfassungs-Kasten.

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Rezension: „BASICS Medizinische Mikrobiologie“

Wie gut ist das BASICS Medizinische Mikrobiologie, Infektiologie und Hygiene?Mikrobiologie und Hygiene werden an den meisten Unis im Medizinstudium relativ früh im klinischen Abschnitt, meist schon im 5. Semester, gelehrt. Die Infektiologie gehört vielerorts zum großen Block der Inneren Medizin, da sie ja auch Teil dieser Facharztausbildung ist. Diese relativ kleinen Teilfächer scheinen also prädestiniert, um in einem Kurzlehrbuch der BASICS-Reihe behandelt zu werden.

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an Medizinstudenten des klinischen Studienabschnitts, die sich vorlesungsbegleitend auf die schriftliche Prüfung dieser Fächer vorbereiten möchten.

Aufbau / Didaktik

Wie das bei den Kurzlehrbüchern der BASICS-Reihe so üblich ist, teilt sich das Buch auf in einen allgemeinen (allgemeine Erregerlehre und infektiologische Grundlagen) und speziellen Teil (nochmal unterteilt in Mikrobiologie, Infektiologie und Hygiene). Abgerundet wird das Konzept wie immer mit 3 Fallbeispielen und einem Anhang, der beim „BASICS Medizinische Mikrobiologie, Inkektiologie und Hygiene“ vor allem aus praktischen Lerntabellen über die wichtigsten Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten besteht. Anders als in anderen BASICS-Ausgaben werden die einzelnen Themen in diesem Buch auch des Öfteren mal auf 3 oder 4 Seiten behandelt. Am Ende eines Themas gibt es jeweils eine kurze Zusammenfassung.

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Rezension: „Chemie für Mediziner, 10. Auflage“

Der sogenannte Zeeck gilt als Standardwerk für Medizinstudenten. Doch was ist neu in der 10. Auflage?Chemie wird von nicht wenigen Medizinstudenten als erste Hürde des Studiums wahrgenommen. Manchmal liegt das auch daran, dass Studenten das Fach vor dem Abitur noch abgewählt haben. Seit August 2020 gibt es das Lehrbuch „Chemie für Mediziner“, auch als Zeeck bekannt, in der 10. Auflage. Doch was gibt es neues in dieser Auflage? Und lohnt sich das Buch oder tut es auch ein gebrauchtes Exemplar auf dem Bücherflohmarkt? Wir verraten es Euch.

Zielgruppe

Das Buch ist weiterhin für Mediziner und Zahnmediziner der Vorklinik konzipiert und setzt auch in der 10. Auflage wenig chemisches Grundverständnis beim Leser voraus, was Studenten zu Gute kommt, die das Fach entweder abgewählt haben oder deren Abi schon ein paar Jahre her ist.

Aufbau / Didaktik

Die Neuauflage ist sowohl ähnlich lang und besteht auch weiterhin aus 23 Kapiteln, die grob in allgemeine, anorganische und organische Chemie unterteilt sind. Auch die Aufteilung der einzelnen Kapitel mit Orientierungskästchen, Tabellen, Checklisten und Übungsaufgaben entspricht dem der 9. Auflage von Chemie für Mediziner. Die medizinischen Bezüge wurden im Vergleich nochmal ausgebaut und am Ende des Buches werden die wichtigsten funktionellen Gruppen nun in einer Übersicht dargestellt. Außerdem können über QR-Codes neue digitale Inhalte abgerufen werden.

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