Rezension: „Duale Reihe Pädiatrie“, 5. Auflage

Duale Reihe PädiatrieNach 6 Jahren wurde im Mai dieses Jahres die Duale Reihe Pädiatrie neu aufgelegt. Nachdem auch die 4. Auflage dieses Lehrbuchs sehr erfolgreich war, wurden die Inhalte nun überarbeitet und aktualisiert.

Zielgruppe:

Die Duale Reihe Pädiatrie eignet sich vor allem für Medizinstudenten, die Famulaturen oder das Wahltertial in der Kinderklinik absolvieren. Außerdem gibt das Buch auch einen schönen Überblick für pädiatrische Assistenzärzte und kann so auch als Nachschlagewerk am Anfang des Berufsweges dienen.

Aufbau / Didaktik:

Von der Diagnostik über das Wachstum und die Entwicklung bis hin zu speziellen Krankheitsbildern und der Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt das Buch in 26 Kapiteln einen gewohnt soliden Einblick in die Kinder- und Jugendmedizin. Wie immer werden die wichtigsten Inhalte am Seitenrand der Dualen Reihe als eine Art Kurzlehrbuch zusammengefasst und natürlich dürfen auch die bekannten Merke-Kästen, grafisch abgehobene Definitionen, klinische Fälle, Tabellen und Schaubilder nicht fehlen. Im Anhang am Ende des Buches kann man Referenzwerte für das Kindesalter und Perzentilenkurven nachschlagen.

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Rezension: „MR-Atlas.com“

MR-Atlas.comDie Kernspintomographie gehört längst zu den wichtigsten bildgebenden Verfahren. Moderne Geräte, die immer bessere Bilder produzieren und die Möglichkeit einer strahlenlosen Untersuchung machen diese Modalität im klinischen Alltag unverzichtbar. Gerade in der Untersuchung von Gelenkpathologien ist die Magnetresonanztomographie nahezu konkurrenzlos. Für alle Radiologen haben wir uns mal den MR-Atlas.com von Wolfgang Fischer zu Gemüte geführt.

Zielgruppe:

Der Atlas ist ganz klar für radiologische Assistenzärzte und Fachärzte konzipiert. Spätestens im Verlauf der MRT-Rotation kommt man in vielen Kliniken und vor allem in Praxen mit Gelenkpathologien in Kontakt. Unfallchirurgen und Orthopäden können ebenfalls von den vielen Bildbeispielen profitieren.

Aufbau / Didaktik:

Der MR-Atlas gliedert sich in insgesamt 9 Kapitel, von denen das erste allgemeinen Grundlagen zur MR-Diagnostik (Untersuchungstechnik) und dem muskuloskelettalen System gewidmet ist. Die weiteren Teile handeln von den einzelnen großen Gelenken, der Wirbelsäule sowie dem Temporomandibulargelenk. Jedes Kapitel beginnt mit einer Checkliste, die der systematischen Befundung dient. Anschließend werden Knochen, Knorpel, Bänder und Sehnen besprochen. Dabei werden Normalbefunde und Normvarianten aufgezeigt, bevor auf Pathologien eingegangen wird. Insgesamt besticht der Atlas damit durch eine klare und didaktisch sehr wertvolle Struktur. Man kann so ganze Kapitel lesen und ihn ebenso zum gezielten Nachschlagen verwenden.

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Rezension: „Anästhesie griffbereit“

Anästhesie griffbereitNachdem wir in letzter Zeit viele „dicke Schinken“ Probe gelesen haben, ist es nun an der Zeit ein extrem praxisrelevantes Buch vorzustellen: „Anästhesie griffbereit“. Das Buch ist erfrischend knapp gehalten und überzeugt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zielgruppe:

Das Buch ist für Assistenzärzte in der Anästhesie geschrieben. Für Medizinstudenten ist es sicherlich zu praxisorientiert mit vielen Algorithmen und Dosisangaben und für die alten Hasen unter den Anästhesisten ist das meiste vermutlich kalter Kaffee. Steht man als Assistent im Dienst und möchte gern schnell ein paar wichtige Informationen zu einem bestimmten Thema oder Medikament, ist „Anästhesie griffbereit“ das richtige Werk.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch besteht aus zehn Kapiteln, wie z.B. „Notfälle“, „Intraoperatives Vorgehen“ oder „Kinder“. Je nach Kapitel finden sich Tabellen, Abbildungen und farbige Fotos zur einprägsamen Präsentation von Informationen. Die einzelnen Unterpunkte sind angenehm kurz gehalten, sodass ein schnelles und gezieltes Nachlesen gut möglich ist. Die Seiten enthalten allerdings je nach Kapitel viel Text (z.B. in „Arzneimittel der Anästhesie“), weswegen eine farbigere Gestaltung des Textes (z.B. gelb unterlegt oder rote Schriftfarbe bei wichtigen Fakten) für die nächste Auflage wünschenswert wäre.

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Rezension: „Anästhesiologische Pharmakotherapie“

Anästhesiologische Pharmakotherapie (Thieme)Fragt man nach pharmakologischen Grundlagen, wird meist nicht nur innerlich laut aufgestöhnt. Pharmakologie hat den Ruf eines ausgesprochen trockenen Faches, das von vielen nur zu gern „auf Lücke“ gelernt wird. Ärgerlich wird es dann, wenn zu einem essentiellen Bestandteil des alltäglichen Berufslebens wird. In der Anästhesie wird man auch mit größter Mühe nicht um ein fundiertes Pharmakologie-Wissen herumkommen, weshalb wir für euch einen Blick in eines der Standardwerke geworfen haben, das Buch „Anästhesiologische Pharmakotherapie“ von Holger Thiel und Norbert Roewer.

Zielgruppe:

Wie der Titel schon ankündigt, richtet sich das Lehrbuch vor allem an Anästhesisten. Für Assistenzärzte ist es in jedem Fall sinnvoll, wir lehnen uns allerdings noch etwas weiter aus dem Fenster und sagen, dass selbst nach dem vollendeten Assistenzarzt noch die ein oder andere wichtige Erkenntnis aus dem Buch gezogen werden kann.

Aufbau / Didaktik:

Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einleitung in die Thematik und das Anwendungsgebiet der jeweiligen Medikamentengruppe und beschreibt dann die pharmakologischen Wirkungen und Nebenwirkungen. Zahlreiche Tabellen, Abbildungen und Merkkästen lockern den Textfluss auf, dennoch täuschen diese über eine gewisse „Trockenheit“ der Materie nicht hinweg. In vielen aktuellen Lehrbüchern beginnen Kapitel mit einem Fallbeispiel, um theoretisches Wissen praxisrelevanter zu gestalten. Fallbeispiele könnten auch in diesem Lehrbuch deutlich zu einer Entzerrung der Masse an Fakten führen und so zu einem verbesserten Verständnisses des Stoffes beitragen. Zudem könnten farbige Textmarkierungen zu einem angenehmeren Leseerlebnis führen.

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Rezension: „Die Anästhesie – Band 1 und 2“

"Die Anästhesie Band 1 und 2" von Hans-Walter StriebelSucht man ein Anästhesie-Lehrbuch, wird man früher oder später auf den „Striebel“ stoßen. Es gibt ihn als Taschenbuch-Version, aber auch in gebundener Form als zwei Bände starkes Werk. Wir haben uns an das große Lehrbuch gewagt und für euch testgelesen.

Zielgruppe:

Ganz klar Assistenzärzte in der Anästhesie. Vom Aufbau eines Narkosegerätes bis zu Grundlagen fachspezifischer Anästhesien wird alles erläutert. Für Studenten und Assistenten anderer Disziplinen lohnt sich die über 200-Euro-teure Investition aufgrund der Fülle an spezifischen Informationen wohl kaum, Fachärzten der Anästhesie mag der „dicke Striebel“ zu wenig Detailwissen umfassen.

Aufbau / Didaktik:

Das Wissen wird in zwei Bänden von je circa 900 Seiten vermittelt. Die Schrift ist angenehm groß und das Layout, Striebel-typisch, unaufgeregt. Lediglich manchmal wünscht sich das müde Auge ein wenig mehr Unterbrechungen auf einer vollen Textseite. Die große Stärke von Hans Walter Striebel ist seine Art, Wissen leicht verständlich aufzubereiten. Beide Bücher lesen sich angenehm leicht und setzen nicht zu viel Vorwissen voraus. In kleinerer Schrift mit dem Titel „Detail- bzw. Grundlagenwissen“ werden für das Verständnis förderliche Zusatzinformationen angeboten, wie z.B. die anatomischen Grundlagen der Epiduralanästhesie. Wie immer sind die Abbildungen selbst gezeichnet und zahlreiche Fotos tragen erheblich zum Verständnis des Gelesenen bei.

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Rezension: „Basiswissen Radiologie“

Basiswissen Radiologie aus dem Springer VerlagDie bildgebenden Verfahren spielen in der Diagnostik in vielen medizinischen Disziplinen eine große Rolle. Außerdem entscheiden sich immer mehr Medizinstudenten für Radiologie als Wahlfach im Praktischen Jahr. Wir haben die im letzten Jahr erschienene Erstauflage des Lehrbuchs „Basiswissen Radiologie“ probegelesen.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich vor allem an Medizinstudenten, die Radiologie als PJ-Wahlfach gewählt haben und bereitet diese dann vor allem auch auf die mündliche Examensprüfung zum Abschluss des Studiums vor. Aber auch künftige Chirurgen oder Internisten können von den radiologischen Grundlagen profitieren, die dieses Buch vermittelt.

Aufbau / Didaktik:

„Basiswissen Radiologie“ gliedert sich in 3 verschiedene Teile, von denen sich der erste den Grundlagen der einzelnen bildgebenden Modalitäten (Röntgen, CT, MRT, Angiografie, Sonografie…), dem Einsatz von Kontrastmittel, der Nuklearmedizin und Strahlentherapie sowie rechtlicher Grundlagen widmet. Im zweiten Teil werden dann spezielle Krankheitsbilder mit der hierbei jeweils für die Diagnostik wichtigen Bildgebung behandelt. Das abschließende Kapitel dient der Überprüfung des Gelernten und beinhaltet neben MC-Fragen und klinischen Fallbeispielen auch die Lösungen der am Ende jedes einzelnen Abschnittes gestellten Übungsfragen. Der Aufbau des Lehrbuchs lässt also sowohl ein strukturiertes Durcharbeiten von Anfang bis Ende als auch das Nachschlagen bestimmter Inhalte zu.

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Rezension: „Sono Grundkurs“

Der Sono Grundkurs von Matthias Hofer.Ultraschalldiagnostik dürfte wohl neben den konventionellen Röntgenbildern die weit verbreitetste und interdisziplinärste Bildgebung sein. Gerade für junge Assistenten ist es deshalb sinnvoll die Sonographie strukturiert zu lernen. Das Arbeitsbuch „Sono Grundkurs“ bietet dafür eine praktische Herangehensweise. Wir haben die aktuelle 9. Auflage probegelesen.

Zielgruppe:

Der Sono Grundkurs von Matthias Hofer richtet sich an Medizinstudenten der höheren Semester und frisch gebackene Assistenzärzte aus dem Gebiet der inneren Medizin, Chirurgie und Radiologie. Aber beispielsweise auch Gynäkologen oder Pädiater können sich durch dieses Arbeitsbuch einen guten Überblick über die sonografischen Möglichkeiten holen.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch ist 9 einzelne Kapitel bzw. Kurstage eingeteilt (Retroperitoneum, Gallenwege, Leber, Nieren usw.), die jeweils ca. 10-15 Seiten umfassen. Die Bezeichnung „Kurstage“ zielt schon darauf ab, dass man eben ein Kapitel an einem Tag durcharbeiten kann und so in insgesamt 10 Tagen (inkl. der physikalischen Grundlagen, die vor dem 1. Kurstag behandelt werden) einen umfassenden Grundkurs absolviert hat. Die einzelnen Kapitel sind ähnlich aufgebaut und beziehen sich zuerst immer auf die Anatomie und die Normalbefunde, bevor sie dann Bezug zu den möglichen Pathologien nehmen. Abgeschlossen wird jeder Kurstag durch ein paar Quizfragen, die das Gelernte abprüfen und schriftlich oder eben im Kopf beantwortet werden können.

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