Rezension: „Duale Reihe Orthopädie und Unfallchirurgie“

Duale Reihe Orthopädie und UnfallchirurgieDie 6. Auflage der Dualen Reihe „Orthopädie und Unfallchirurgie“ gliedert sich in 3 Teile, von denen der erste allgemeine Grundlagen in der Diagnostik und Therapie schafft. Der 2. Teil beschäftigt sich mit der allgemeinen Orthopädie und Unfallchirurgie (Angeborene Entwicklungsstörungen, Tumoren, systemische Knochen- und Gelenkerkrankungen), bevor die finalen Kapitel dann näher auf die einzelnen Körperregionen (von Kopf bis Fuß, von Halswirbelverletzungen bis zu dem richtigen Schuhwerk) und die dort lokalisierten Erkrankungen und Verletzungen eingehen.

Abgesehen von der Tatsache, dass das Buch nach dem klassischen Duale-Reihe-Prinzip aufgebaut ist und somit also auch ein Kurzlehrbuch am Seitenrand beinhaltet, steht das Buch auch in Sachen Übersicht, Gliederung und klinischem Bezug anderen Dualen Reihen in nichts nach. Definitionen, Merke-Kästen und wichtige Begriffe sind im Text optisch durch Farbüberlagerungen hervorgehoben.

Das Buch überzeugt den Leser besonders durch die über 1200 Bilder (Fotos, Röntgen-, CT- und MRT-Bilder) auf den knapp 700 Seiten. Passend zum fotografischen Lernen gibt es in dem Buch eine wirklich sinnvolle CD mit Videos über orthopädische Untersuchungsmethoden und das systematische Vorgehen im Schockraum.

Fazit:

Das Buch kombiniert gekonnt den theoretischen Teil mit praktischen Tipps und tollen Videos auf der CD, die einem besonders weiterhelfen, wenn man im Bereich der Orthopädie oder Unfallchirurgie für eine OSCE-Prüfung lernt oder vor hat dort eine Famulatur oder ein PJ-Tertial zu absolvieren. Wer derartige Situationen ausschließen kann, für den bietet das Buch vielleicht etwas viel Stoff, aber das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt bei dieser Dualen Reihe auf jeden Fall.

Kurzinfo:

Autor(en):Fritz Uwe Niethard, Joachim Pfeil, Peter Biberthaler
Verlag:Thieme
Auflage:6.
Erscheinungsjahr:2009
Seitenanzahl:676
Abbildungen:
1225
Preis:49,95 €

Rezension: „Taschenlehrbuch Humangenetik“

Taschenlehrbuch HumangenetikDie Humangenetik gehört zu den kleineren Fächern im Medizinstudium, wird jedoch von vielen Studenten als sehr interessant angesehen, da einem sowohl in einigen Forschungsgebieten als auch im klinischen Alltag erblich bedingte Krankheiten oder Fehlbildungen häufig begegnen.

Die 8. Auflage Thiemes „Taschenlehrbuch Humangenetik“ gliedert sich auf fast 600 Seiten in 5 Kapitel, von denen die ersten beiden die für viele Studenten aus der Vorklinik bekannten Grundlagen der Genetik und Zytogenetik aufarbeiten und wieder ins Gedächtnis rufen. Nach den Abschnitten „Formale Genetik“ und „Statistische Genetik“ schließt vor allem das letzte Kapitel den Kreis zum klinischen Alltag, wie zum Beispiel der humangenetischen Beratung, der pränatalen Diagnostik oder der männlichen und weiblichen Infertilität. Hierbei werden auch psychologische und zwischenmenschliche Hinweise für die ärztliche Beratung gegeben.

Farblich ist das Buch sehr passend und übersichtlich gestaltet, was das Lesen (genau wie der leicht verständliche Text) enorm vereinfacht. Wichtige Fakten und Fazite sind blau hinterlegt. Neben einigen Fotos bestimmen ebenfalls die vielen übersichtlichen Grafiken (vor allem im Kapitel der Grundlagen) und hilfreichen Tabellen das Gesamtbild des Buches.

Fazit:

Für alle, die das Wissen aus der Vorlesung festigen wollen oder gar nicht in die Vorlesung gehen, ist das „Taschenlehrbuch Humangenetik“ eine große Hilfe. Man findet alle Inhalte gut strukturiert und leicht verständlich und interessant geschrieben. Für manche Studenten könnte die Fülle der Informationen sicher etwas zu ausführlich sein. Aber für jeden, der auch gerne etwas mehr Wissen für die Prüfung parat haben möchte, ist das Buch genau das Richtige.

Kurzinfo:

Autor(en):Jan Murken, Tiemo Grimm, Elke Holinski-Feder, Klaus Zerres
Verlag:Thieme
Auflage:8.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:587
Abbildungen:
275
Preis:29,99 €

Rezension: „Das Elektrokardiogramm“

Das ElektrokardiogrammNach den Grundlagen, die man bereits im Physiologie-Kurs in der Vorklinik lernt, ist es wichtig nach dem Phyiskum auch die klinischen Zusammenhänge möglichst früh zu lernen. Denn spätestens während der ersten Famulatur merkt man, dass dieses Wissen nicht nur in der Inneren Medizin sehr wertvoll sein kann.

Das Lehrbuch „Das Elektrokardiogramm“ von Rainer Klinge leitet auf den ersten Seiten mit anatomischen und physiologischen Grundlagen ein. Zugleich werden die 3 gängigsten Ableitungsarten (Eindhoven, Goldberg, Wilson) erläutert.

Nach dem Anfangsteil wird erklärt, wie ein EKG im Normalfall auszusehen hat, was den logischen Aufbau des Buches unterstreicht. Immer wieder finden sich im Verlauf der Texte Merkkästen oder einzelne Übungsfragen, die das Verständnis nachprüfen und vertiefen.

Wie man das von einem EKG-Buch erwartet, wird natürlich auf bestimmte Krankheitsbilder genauer eingegangen. Dazu gehören zum Beispiel Herzinfarkt, Lungenembolie, das Wolf-Parkinson-White-Syndrom, rhythmusabhängige, -unabhängige und Überleitungsstörungen, die jeweils mit dem EKG-bildlichen Äquivalent erklärt werden.

Fazit:

„Das Elektrokardiogramm“ ist ein sehr hilfreiches, verständnisförderndes Lehrbuch, das sich vor allem durch eine klare und logische Struktur von ähnlichen Büchern abhebt und vielen Studenten so das Lernen erleichtert. Nicht nur, wenn man beruflich später einmal in Richtung Innere oder Allgemeinmedizin gehen möchte, macht es Sinn, sich dieses Buch zuzulegen. Die Fähigkeit des Anlegens und Lesens eines EKGs hilft spätestens im praktischen Jahr, egal auf welcher Station.

Kurzinfo:

Autor(en):Rainer Klinge
Verlag:Thieme
Auflage:9.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:350
Abbildungen:
330
Preis:29,99 €

Rezension: „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“

Kurlehrbuch Anatomie und EmbryologieDas „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“ bietet seinen Lesern auf knapp 500 Seiten eine gezielte Prüfungsvorbereitung.

Aufgeteilt in 16 nach Organsystemen geordneten Abschnitten wird dabei natürlich das klassische Kurzlehrbuch-Design von Thieme verwendet. So wird jedes Kapitel mit einem klinischen Fall eingeleitet, der das Lernen auflockert und etwas ablenkt vom stupiden Auswendiglernen.

Zusätzlich gibt es im ganzen Buch verteilt „Lerncoaches“, farbig unterlegte „Merke“-Kästen, „Klinische Bezüge“, praktische „Lerntipps“ wie zum Beispiel Merksprüche und am Ende eines jeden Kapitels „Check-ups“, die einen nochmals auf die wichtigsten Fakten aufmerksam machen und einem das Wiederholen nahe legen. Das Grundgerüst um diese wichtigen, prüfungsrelevanten Tipps, zu denen auch Tabellen und farbige Grafiken gehören, bildet der leicht verständliche, angenehm zu lesende Text.

Ein schönes und brauchbares „Add-on“ stellt ein zusätzlich enthaltenes Heftchen dar, in dem alle Muskeln mit Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion aufgelistet sind. Dieser sogenannte Muskeltrainer ermöglicht also ein systematisches Auswendiglernen und bietet einen guten Überblick.

Fazit:

Die 3. Auflage von Thiemes „Kurzlehrbuch Anatomie und Embryologie“ ist kein auf Details abzielendes Lehrbuch, sondern eines, das dem Studenten dabei hilft die Prüfungsvorbereitungen möglichst effektiv zu gestalten. Ob man dabei für eine Klausur oder das Physikum lernt, ist egal. Dieses Kurzlehrbuch fördert den Blick für das Wesentliche. Natürlich kann und sollte man dabei nicht auf das Nachschlagen und Nachvollziehen in einem großen Anatomie-Atlas verzichten, weil das nochmal das fotografische Lernen fördert.

Kurzinfo:

 Autor(en): U. Bommas-Ebert, P. Teubner, R. Voß
 Verlag: Thieme
 Auflage: 3.
 Erscheinungsjahr: 2011
 Seitenanzahl: 478
 Abbildungen:
 220
 Preis: 34,99 €

Rezension: „Schwarze Reihe 2. ÄP Examen Frühjahr 2011“

2. ÄP Examen Frühjahr 2011Die Schwarze Reihe gehört mittlerweile bei fast jedem Studenten zur „Standardausrüstung“ in der Examensvorbereitung. Das liegt natürlich vor allem daran, dass es kaum etwas Besseres gibt als Altfragen aus vorangegangen Examina, um den eigenen Wissensstand zu prüfen und sich mit den Fragestellungen Vertraut zu machen.

Die Schwarze Reihe des zweiten Staatsexamen im Frühjahr 2011 enthält alle 320 Originalfragen inklusive der Lösungen (in der Fußzeile einer jeden Seite) und Kommentare am Ende des Buches.

Dabei sind in dieser Auflage die Fragen nicht etwa nach den Fächern oder Themen sortiert, wie es in manch anderen Schwarze-Reihe-Ausgaben gehandhabt wird. Was auf den ersten Blick etwas hinderlich erscheint, macht auf den zweiten mehr Sinn, bedenkt man doch die Möglichkeit des originalgetreuen Prüfens des eigenen Wissenstand und Zeitmanagments, die einem dadurch gegeben wird.

Im Kommentars-Teil des Buches werden jeweils alle 5 Antwortmöglichkeiten der Fragen erläutert. Dies geschieht leider nicht immer gleich gut und so sollte man doch am besten noch das ein oder andere Nachschlagewerk oder das Internet zur Hand haben, um manche Erläuterung nachzuvollziehen.

Fazit:

Für Studenten, die lieber mit einem Buch vor sich kreuzen möchten, bietet die Schwarze Reihe alles, was man für den Feinschliff vor dem Examen braucht. Allerdings gibt es auch viele, die lieber am Laptop mit der Mediscript-CD die Fragen durchgehen. Zumal dort gleichzeitig die Möglichkeit besteht, die Fragen nach den Fächern zu ordnen, was ebenfalls in den fächerspezifischen Ausgaben der Schwarzen Reihe gegeben ist.

Kurzinfo:

Autor(en):S. Bartel-Friedrich et al.
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:240
Abbildungen:
50
Preis:24,99 €

Rezension: „Mündliche Prüfung Innere Medizin“

Mündliche Prüfung - Innere MedizinWenige Wochen nach dem schriftlichen Hammerexamen folgt für alle Studenten die mündliche Prüfung, unter anderem auch in Innere Medizin.

Spätestens nach dem Physikum weiß jeder, dass man für ein mündliches Examen ganz anders lernen sollte als für MC-Fragen. Das Buch „Mündliche Prüfung Innere Medizin“ von Silke und Bernhard Hellmich hilft dem Studenten dabei.

Geordnet nach den Disziplinen der Inneren Medizin (Kardiologie, Hämatologie, Angiologie, Pulmologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Endokrinologie, Rheumatologie, Infektiologie) sind in diesem Vorbereitungsbuch über 1500 Beispielfragen aufgelistet, die sich natürlich an den Vorgaben des IMPPs orientieren. Zur Wiederholung gibt es immer wieder kleine „Merke-Kästchen“, die rot unterlegt sind, und wichtige und gern gefragte Fakten betonen. Ebenso erleichtern Tabellen die Rekapitulation des bereits Gelernten. Wie oftmals in Prüfungsvorbereitungsbüchern wird so das systematische Lernen unterstrichen. Jeder Prüfer hat es gerne, wenn er in der Antwort des Prüflings eine gewisse Ordnung und Strategie erkennen kann.

Für viele sicherlich das Beste an dem ganzen Buch: Alle Fragen und Antworten gibt es auch auf einer DVD, sodass man die Möglichkeit hat, sich alle Dateien auf einen MP3-Player zu laden und anzuhören oder die eigenen Antworten zu überprüfen. Dem prüfungsgetreuen, auditiven Lernen (ob alleine oder in der Gruppe) steht also nichts im Wege. Einziges Manko: Die MP3-Dateien sind nur in die einzelnen Disziplinen der Inneren Medizin unterteilt. Man kann also nicht gezielt eine Frage auf dem Player anwählen.

Fazit:

Das Buch „Mündliche Prüfung Innere Medizin“ bereitet jeden, der es richtig nutzt, effektiv und ganzheitliche auf das mündliche Hammerexamen in diesem Fach vor. Durch die DVD kann man die Beispielsfragen und -antworten nicht nur lesend durchgehen, sondern ebenso auch anhören, was zum Beispiel auch beim Lernen in der Gruppe gut genutzt werden kann. Eine Möglichkeit, die besonders gezielt auf die Prüfung vorbereitet und mit Sicherheit zum Erfolg beträgt.

Kurzinfo:

Autor(en):Silke Hellmich, Bernhard Hellmich.
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2011
Seitenanzahl:296
Abbildungen:
0
Preis:29,95 €

Rezension: „Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“

Das Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe von ThiemeDas „Kurzlehrbuch Gynäkologie und Geburtshilfe“ gehört zu den brandneuen Veröffentlichungen (15. Juni 2011) des Thieme-Verlags.

Weil die Gynäkologie zu den größten Bereichen in der Medizin gehört, ist es leicht zu verstehen, dass das Buch so viele verschiedene Autorinnen und Autoren hat, die jeweils einen Teil ihres Spezialgebiets beigetragen haben. Große Unterschiede in der Qualität oder der Sprache der verschiedenen Kapitel merkt man nicht.

Wie bei vielen anderen Kurzlehrbüchern von Thieme, fällt einem bei der ersten Annährung sofort das schöne, übersichtliche und moderne Design ins Auge. Auch inhaltlich ist das Buch auf dem neuesten Stand, denn so wurden noch wenige Wochen vor Veröffentlichung Veränderungen in den Bereichen Diagnostik und Therapie vorgenommen, was der Anpassung an aktuelle Leitlinien diente. Jedes Kapitel (insgesamt 19) wird standardgemäß mit einem Fallbeispiel aus der klinischen Praxis eingeleitet und auch der weitere Verlauf der Texte wird immer wieder mit farblich unterlegten Exkursen oder Merke-Boxen aufgelockert.

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