Rezension: „EKG-Kurs für Isabel“

EKG-Kurs für IsabelOb im Blockpraktikum, während einer Famulatur oder spätestens im PJ – die EKG-Befundung begegnet jedem Studenten irgendwann einmal. Besser, wenn man dann weiß, womit man es zu tun hat und worauf zu achten ist. Mit dem „EKG-Kurs für Isabel“ lässt sich das leicht lernen.

Das Buch, das nun schon bereits in der 6. Auflage erschienen ist, beinhaltet von den Grundlagen, über Theorie bis hin zu praxisrelevanten Beispiel-EKGs und Übungen zur Selbstüberprüfung alles. Selbst ein schönes kleines EKG-Lineal befindet sich im Buch, wodurch man für den Stationsalltag gerüstet ist.

Die Kapitel des EKG-Buches sind immer schön knapp gehalten, wodurch sie sich leicht lesen und verstehen lassen. Dazu tragen ebenfalls die 360 Abbildungen bei.

Fazit:

Der „EKG-Kurs für Isabel“ macht schon für das Erlangen eines Grundverständnisses Sinn und kann deshalb bereits vorlesungsunterstützend eingesetzt werden. Das Buch enthält mehr Informationen, als man sie für eine normale Famulatur auf einer Station der Inneren-Medizin (außer natürlich auf der Kardiologie) benötigt. Trotzdem macht die Investition in den EKG-Kurs viel Sinn, da sich viele Inhalte auch schnell nachlesen lassen und man mit EKGs ja bekanntlich in fast jeder Teildisziplin der Medizin zu tun hat. Eine gewisses Repertoire und Grundverständnis ist also auf jeden Fall sinnvoll und erstrebenswert.

Kurzinfo:

Autor(en):Hans-Joachim Trappe, Hans-Peter Schuster
Verlag:Thieme
Auflage:6.
Erscheinungsjahr:2013
Seitenanzahl:334
Abbildungen:
360
Preis:34,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
8

Rezension: „Duale Reihe Chirurgie“

Duale Reihe ChiurgieNeben der Dualen Reihe Innere Medizin ist das chirurgische Pendant dazu sicherlich das Flagschiff der Dualen Reihen im klinischen Studienabschnitt. Mit fast 1300 Seiten und ca. 2200 Abbildungen macht das Lehrbuch von den nackten Zahlen her schon mal einen sehr ausgereiften Eindruck.

Aufgeteilt ist die Duale Reihe Chirurgie in einen A- und B-Teil und den abschließenden Anhang. Der erste, 231 Seiten umfassende Teil behandelt die allgemeine Chirurgie, also grundlegende Informationen zu Eingriffen. Dazu gehören die Indikationsstellung für eine OP, die Vorbereitung, Lagerung, Verhalten im OP, das sterile Waschen, Wundversorgung oder auch die Zugangswahl und einiges weiteres. Dieses Basiswissen bereitet einen vor allem vor den ersten OP-Erfahrungen sehr gut vor und ist nicht zuletzt deshalb sinnvoll, um einen guten Eindruck bei den ersten chirurgischen Praktika oder Famulaturen zu hinterlassen.

Der B-Teil geht dann mehr ins Detail der einzelnen chrurgischen Teildisziplinen wie Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie, Traumatologie, Herz-Thorax-Chirurgie, Kinderchirurgie, Handchirurgie oder auch Plastische- und Ästhetische Chirurgie. Das ist dann vor allem interessant, wenn man sich beispielsweise im PJ auf einer Spezialstation befindet und die dort stattfindenden Eingriffe verstehen und am OP-Tisch oder in der Visite glänzen möchte.

Fazit:

Die Duale Reihe Chirurgie beinhaltet natürlich auch das Prinzip des zweigeteilten Layouts mit dem so postulierten „Kurzlehrbuch“ am Seitenrand. Die meisten Studenten lieben dieses Prinzip entweder oder sie hassen es. Mal davon abgesehen, überzeugt das Lehrbuch aber wirklich mit seinem Inhalt und den vielen deskriptiven Fotos und Abbildungen. Gerade der allgemeine Einleitungsteil sollte jedem Studenten die Angst vor der Chirurgie nehmen, weil einem dort alle Gepflogenheiten im OP näher gebracht werden, wie es selten ein Assistenzarzt im Arbeitsalltag tut. Der Preis für das Buch ist eher im oberen Spektrum angesiedelt, aber wenn man bedenkt, dass dieses Lehrbuch eben neben einem Innere-Buch sicherlich das wichtigste des klinischen Abschnitts sein wird, gerechtfertigt das die Höhe der Investitionssumme ein wenig. Insgesamt gehört die Duale Reihe Chirurgie auf jeden Fall zu den wirklich lohnenswerten Büchern dieser Reihe und hat nicht nur bei chirurgieinteressierten Studenten eine definitive Daseinsberechtigung im Bücherregal.

Kurzinfo:

Autor(en):Doris Henne-Bruns, Harald Barth
Verlag:Thieme
Auflage:4.
Erscheinungsjahr:2012
Seitenanzahl:1297
Abbildungen:
2231
Preis:69,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
6

Kurz erläutert: In-vitro-Fertilisation (IVF)

Die Methode der In-vitro-Fertilisation wurde 1978 erstmals in England (Louise Brown als erstes „test tube baby“) durchgeführt und ist in Deutschland seit 1982 etabliert. Sie besteht im Wesentlichen aus folgenden Schritten:

  • Die operativen Entnahme von mehreren Eizellen bei der Frau in einem hormonell vorbereiteten Zyklus
  • Die Insemination der Eizellen mit den präparierten Spermien des Partners
  • Die Embryokultur nach der Befruchtung
  • Der intrauterine Embryotransfer

Indikationen für die IVF sind hauptsächlich bestehende tubuläre Sterilität, Endometriose bei Infertilitätspatientinnen, idiopathische Sterilität oder auch eine andrologische Subfertilität beim Mann, auf die auch mehrere erfolglose Versuche der intrauterinen Insemination (das Einbringen der Samenzellen direkt in die Gebährmutterhöhle) hinweisen können.

Frauen, die aus verschiedensten Gründen nicht selber befruchtungsfähige Eizellen produzieren können, kann heutzutage auch geholfen werden. Durch Frauen, die ihre Eizellen spenden, ist es möglich diese mit den Samenzellen des Empfängerpaares zu befruchten. Die im Labor befruchtete Eizelle wird dann der Empfängerin intrauterin zur Seite in die Schleimhaut eingesetzt, wodurch eine ganz normale Schwangerschaft stattfinden kann und das sich das Paar endlich den lang ersehnten Kinderwunsch erfüllen kann

Individuelle Betreuung und angepasste Förderung

In Deutschland ist das Qualitätsgefälle zwischen öffentlicher und privater Schule glücklicherweise noch nicht so drastisch wie beispielsweise in den Vereinigten Staaten. Trotzdem gibt es ein immer breiteres Angebot an Privatschulen, die durch oft höhere Budgets im Vergleich zu öffentlichen Schulen dann auch mit einer individuell angepassten Betreuung durch Lehrkräfte für sich sprechen können.

Ob naturwissenschaftlicher oder eher künstlerischer Typ - Die Lehre an der Rheinland International School wird individuell angepasstSo zum Beispiel auch die Rheinland International School in Heiligenhaus. Dort wird eine auf jeden einzelnen abgestimmte Lehre bereits für Kinder ab einem Alter von 3 Jahren angeboten. Dabei wird nicht nur Wert auf eine angenehme Lernatmosphäre mit attraktiven Klassenräumen und kleinen Klassengrößen gelegt. Die Schüler werden auch aktiv in die Lernprozesse eingebunden, das heißt, sie werden über Vorgaben und Ziele in Kenntnis gesetzt und erhalten jederzeit konstruktives Feedback. An der Internationalen Schule Heiligenhaus werden die Kinder sowohl gefordert als auch gefördert.

Für entsprechendes Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt sorgt die Einführung einer Schuluniform bzw. einem bestimmten Pool an Schulkleidung, die jeder einzelne wählen kann.

Am Abschluss der Schulausbildung steht in der International School Heiligenhaus das International Baccalaureate Diplom (IB Diplom), was ähnlich wie das Abitur die notwendigen Grundlagen liefert für eine universitäre Ausbildung an deutschen oder internationalen Universitäten.

Neben dem Angebot der öffentlichen Ausbildungsstätten in Deutschland bieten private Schulen wie die internationale Rheinland Schule Eltern, die über die finanziellen Mittel verfügen, also die Möglichkeit auf eine personalisiertere und abgestimmtere Förderung für den Nachwuchs zu setzen.

Rezension: „Kurzlehrbuch Augenheilkunde“

Kurzlehrbuch AugenheilkundeAn vielen Universitäten wird das Fach Augenheilkunde erst am Ende der klinischen Semester behandelt. Trotzdem lohnt sich in vielen Fällen ein Lehrbuch für dieses kleinere Fach.

Seit Oktober 2012 gibt es nun auch für die Ophtalmologie ein Kurzlehrbuch von Thieme, das sich nahtlos in dieses beliebte Konzept einreiht. Sowohl optisch als auch didaktisch steht es seinen Vorgängern aus anderen medizinischen Disziplinen in nichts nach.

Insgesamt teilt sich das Lehrbuch in zwanzig Abschnitte auf. Dabei leitet besonders das erste Kapitel sehr gut in den Bereich der Augenheilkunde ein. Hier werden nämlich nochmal die wichtigsten Untersuchungsmethoden und Leitsymptome beschrieben und auch nochmal darauf hingewiesen, worauf man bei der orientierenden Inspektion der Augen und der Sehfähigkeit achten sollte. So wird gleich zum Anfang des Buches schon die Verbindung zur Praxis hergestellt und für das einwöchige Blockpraktikum in der Augenheilkunde ist dieses Kapitel sicherlich das grundlegendste.

Die weiteren Abschnitte gehen dann näher auf die verschiedenen Teile des menschlichen Auges und die dabei vorkommenden Krankheits- und Verletzungsmuster ein (Tränenorgane, Bindehaut, Hornhaut, Lederhaut, Linse, Gefäßhaut, Netzhaut, Glaskörper, Uveitis, Glaukom, Pupille, Sehnerv, Sehbahn, Augenhöhle, Strabismus, Supranukleäre Augenbewegungsstörungen). Im vorletzten Kapitel „Optik und Refraktion“ geht es dann darum, wie man bestimmte Fehlsichtigkeiten mit Hilfsmitteln wie Brille, Kontaktlinsen oder der refraktären Chirurgie behandeln kann. Abgeschlossen wird das Buch mit dem Thema Trauma und verschiedenen Verletzungsbildern (mechanisch, chemisch, physikalisch…). Im Anhang findet man zusätzlich noch Tabellen zum Grad der Behinderung in Abhängigkeit von der Sehschärfe oder eine Übersicht der Möglichkeiten der lokalen Antibiotikatherapie. Ebenfalls wird das Thema Kontaktlinsen und Augenlider in dem Kurzlehrbuch behandelt. Wer selber Linsen trägt, weiß, wie wichtig der pflegliche Umgang damit ist. Neben dem finanziellen Aspekt sind es nämlich vor allem auch hygienische Punkte, die bei der täglichen Anwendung eine Rolle spielen und dazu führen, dass Kontaktlinsen einen Monat lang halten und die Hornhaut nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Fazit:

Wer eine gute zusätzliche Lernhilfe zu den Vorlesungen und den angeboten Materialien des Blockpraktikums haben möchte, ist mit dem Kurzlehrbuch Augenheilkunde wirklich gut bedient. Es enthält alle wichtigen Informationen und sollte an jeder Uni zur Vorbereitung auf die Klausur ausreichen. Sowohl bekannte Stilmittel der Thieme Kurzlehrbücher wie „Key Points“, „Merke-Kästen“, einem klinischen Fall zum Anfang eines jeden Kapitels und Praxistipps als auch viele aussagekräftige Tabellen und Abbildungen sind enthalten. Wer es sich natürlich vorstellen kann, später einmal eine Facharztausbildung in der Augenheilkunde zu absolvieren, sollte sich sicherlich überlegen, ob dann nicht auch die Investition in ein größeres und ausführlicheres Lehrbuch Sinn macht. Für alle anderen reicht dieses Kurzlehrbuch locker aus.

Kurzinfo:

Autor(en):Gesa-Astrid Hahn
Verlag:Thieme
Auflage:1.
Erscheinungsjahr:2012
Seitenanzahl:288
Abbildungen:
172
Preis:24,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
7

Lukrativer und lehrreicher Nebenverdienst an der Uni

Viele Studenten sind auf Nebenjobs angewiesenMedizinstudenten geht es selten anders als allen anderen Studenten – auch sie brauchen in vielen Fällen einen Job, um sich finanziell das Studium leisten zu können. Wohnung, Verpflegung, Lehrbücher, Klinikausrüstung und eventuelles kulturelles Freizeitprogramm verschlingen in den sechs Jahren Studienzeit viele Euros.

Eine beliebte Möglichkeit zum Geld verdienen bietet eine Nebentätigkeit an der Universität. Die Einsatzmöglichkeiten dieser wissenschaftlichen Hilfskräfte sind vielfältig und bewegen sich meist vor allem im Bereich von Forschungsgruppen in Laboren oder in der Lehre von jüngeren Semestern.

Besonders bei der Lehre in verschiedenen Fächern bedient man damit neben dem finanziellen Aspekt natürlich auch die Möglichkeit sich durch Wiederholung des schon gelernten Stoffes auf das Physikum oder das 2. Staatsexamen vorzubereiten. Außerdem bekommt man beispielsweise in Kursen der Anatomie, Biochemie, Physiologie oder im klinischen Bereich in der Mikrobiologie, Pathologie oder Pädiatrie auch einen guten Kontakt zu jüngeren Semestern, die um brauchbare Tipps zum Lernen und weitere Erfahrungswerte immer dankbar sind.

Pekuniär bewegen sich die meisten Hiwi-Gehälter zwischen 8,50 und 12,50 Euro. In Frankfurt bekommt man beispielsweise 8,50 pro Stunde und ab dem vollendeten 6. Semester dann 10 Euro. Zusätzlich bekommt man in vielen Fällen auch die Vorbereitungszeit auf die Kurse bezahlt.

Rezension: „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“

Intensivkurs Psychiatrie und PsychotherapieElseviers „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“ teilt sich auf in 17 Kapitel und beginnt nach einer kurzen Einführung mit den Methoden der psychiatrischen Diagnostik und Therapie. Diese Kapitel nehmen schon mal 120 Seiten in Beschlag, liefern dann aber natürlich auch eine optimale Grundlage für das Verständnis der Arbeit eines Psychiaters und Psychotherapeutens.

Anschließend werden psychiatrische Erkankungen thematisch behandelt. Die Einteilung erfolgt dabei folgendermaßen: Organisch psychische Störungen, affektive Störungen, Schizophrenien und andere psychotische Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Angst und Zwang, Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und Verhaltensstörungen, Sexualstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen, Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, Psychosomatik, Psychiatrische Notfälle und Psychiatrische Begutachtungen und andere rechtliche Aspekte. Bei dieser Gliederung fällt auf, dass nur 8 Seiten auf das Kapitel Psychosomatik entfallen, obwohl es zum Beispiel in Frankfurt eine ganze Woche Blockpraktikum in diesem Bereich gibt.

Die Texte lesen sich durchweg leicht und sind nicht in zu große Abschnitte aufgeteilt. Tabellen, schematische Abbildungen und Merke-Kästen gehören genauso zur Ausstattung dieses Intensivkurses wie Klinik-Kästen, in denen Hinweise zur Handhabung der jeweiligen Thematik in der Klinik gegeben werden, sowie Praxistipps und Kasuistiken, also kleinere Fallbeispiele, die das beschriebene festigen sollen. Auch designtechnisch passt die Aufmachung zu ähnlichen modernen Konkurrenzausgaben und überzeugt durch eine bewusst farbige, aber nicht zu bunte Darstellung, wie das in Lehrbüchern der Intensivkursreihe von Elsevier üblich ist.

Fazit:

Wie bei vergleichbaren Lehrbüchern aus diesem Bereich gibt es auch im „Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie“ leider nicht so viele Bilder, was aber natürlich auch nicht leicht ist. Zum Vor- und Nachbereiten von Vorlesungen und dem zugehörigen Blockpraktikum in der Psychiatrie lässt sich das Buch trotzdem sehr gut nutzen. Es liest sich leicht und hat mehr Inhalt als beispielsweise ein Kurzlehrbuch. Punktabzüge gibt es leider für die kurze Abhandlung der Psychosomatik.

Kurzinfo:

Autor(en):Klaus Lieb, Sabine Frauenknecht, Stefan Brunnhuber
Verlag:Elsevier
Auflage:7.
Erscheinungsjahr:2012
Seitenanzahl:462
Abbildungen:
220
Preis:39,99 €
Preis-Leistungs-Verhältnis
(1 = mies, 10 = grandios):
5

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