In keinem anderen Fachgebiet ist die Anforderung auf eine hundertprozentig eindeutige Übersetzung so hoch, wie in der Medizin. Bereits ein minimaler Fehler kann das Leben von einem oder vielen Menschen gefährden. Eine Übersetzung muss von professionellen Übersetzern mit wissenschaftlichem Fachwissen erfolgen. Die sicherste Möglichkeit ist, einen studierten Mediziner oder Pharmazeuten zu beauftragen, der in seine Muttersprache übersetzt.
Medizinische Übersetzungen
Den kleineren Teil an medizinischen Übersetzungen bilden Arztbriefe und Sachverständigen-Gutachten im klinischen oder auch pharma-toxikologischen Bereich. Der weit größere Anteil entsteht durch Schulungs- und Lehrmaterialien, wissenschaftliche Publikationen und Kongressunterlagen, die weltweit gelesen und genutzt werden.
Pharmazeutische Übersetzungen
Um eine weltweite Zulassung eines Arzneimittels zu erhalten, sind die Übersetzungen von Studienunterlagen und Zulassungsdossiers erforderlich. Dies hat zur Folge, dass für jedes Präparat eine Packungsbeilage, ein Labelling und eine Zusammenfassung der Produktmerkmale in die jeweilige Landessprache übersetzt werden muss.
Falsche Übersetzung und die Folgen
Schon ein simpler Fehler kann hier zu schwerwiegenden Folgen führen. Ein Übersetzer ohne die fachliche Qualifikation würde diesen Fehler nicht bemerken und setzt jedem Patienten dem Risiko aus, aufgrund einer falschen Übersetzung der Diagnose, die falsche Medikation zu erhalten. Nur ein bis zwei Buchstaben am Ende eines Wortes falsch übersetzt, setzen möglicherweise einen Prozess in Gang, der nicht mehr zu stoppen ist.
Ein einfaches Beispiel ist die Über- und Unterfunktion eines Organes. In den meisten Sprachen sind diese zwei Begriffe in ihrer Schreibweise ähnlich den lateinischen Begriffen. Ein Übersetzer mit dem nötigen Hintergrundwissen würde diese beiden Begriffe nie verwechseln. Bei einem Laien wäre dieser Irrtum jedoch denkbar.
Eine passende Literatur für solche Übersetzung gibt es nicht. Sie finden in Deutschland einige Anbieter auf dem Markt, die professionelle medizinische und pharmakologische Fachübersetzungen vornehmen. Jedoch muss auch hier die Qualität der Anbieter überprüft werden. Im größten Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, kurz BDÜ genannt, werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Auf der entsprechenden Internetseite kann nach Übersetzern für spezielle medizinische Fachbereiche gesucht werden. Auch für exotische Sprachen findet sich dort ein geeigneter Anbieter.

Seit kurzem ist die neueste Auflage von Thiemes Fallbuch für die Innere Medizin auf dem Markt. Es behandelt insgesamt 150 Fälle aus den Bereichen Hämatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechselstörungen, Infektiologie, Nephrologie, Störungen des Säure-Base-Haushalts, Angiologie und Rheumatologie.
Mit dem Kurzlehrbuch Psychiatrie und Psychotherapie hat Thieme im November 2012 nun auch in diesem Fach eines der beliebten Kurzlehrbücher auf den Markt gebracht. Es knüpft strukturell und gestalterisch an seine Vorgänger dieser Reihe an.
Das mediscript Kurzlehrbuch Neurologie von Elsevier ist das erste Kurzlehrbuch für dieses Fach des Münchener Verlags. Es ist ein guter Zusatz zum
Genau wie für die Chirurgie gibt es auch für die Gynäkologie und Urologie ein Skriptenbuch im Stile des Herolds. Auch dieses Buch wird vom Breisacher Arzt Dr. Markus Müller herausgegeben.
Ähnlich wie das Mediscript StaR von Elsevier hat auch Thieme mit dem „AllEx – Alles fürs Examen“ im September des letzten Jahres ein neues Kompendium für das 2. Staatsexamen veröffentlicht. Es soll Studenten bei der Vorbereitung auf die vielen zu lernenden Fächer (von Arbeitsmedizin bis hin zur Urologie) helfen und einen guten Überblick verschaffen, ohne sich zu sehr in verwirrenden Details zu verlieren.
Gerade in letzter Zeit bekommt das Fach Allgemeinmedizin neuen Antrieb in der öffentlichen Wahrnehmung. Für Medizinstudenten ist es schon länger ein Fach, in dem sie auch im zweiten Staatsexamen geprüft werden. Für alle, die nun neu in die klinischen Semester kommen, ist aufgrund der Neuerung der Approbationsordnung eine Famulatur in einer Hausarztpraxis Pflicht. Höchste Zeit also, sich auch mit der dafür gebotenen Literatur auseinander zu setzen.