Das Taschenlehrbuch Medizinische Mikrobiologie ist eigentlich kein klassisches Taschenlehrbuch. Natürlich ist das Format handlich und somit praktisch, um es in einer kleinen Tasche zu transportieren. Jedoch steckt in diesem Buch mehr als die Bezeichnung „Taschenlehrbuch“ assoziieren lässt.
Das Buch ist sehr ausführlich geschrieben und enthält vom Lehrstoff her keine Lücken. Um so wichtiger ist die Tatsache, dass dem Studenten durch kleine Einleitungen zu Beginn eines Kapitels schon einmal das Wichtigste vermittelt wird.
Didaktisch aufgelockert werden die Texte immer wieder durch Tabellen, die die wichtigsten Fakten zusammenfassen. So erhält man als Leser die Möglichkeit, die Inhalte auf drei verschiedenen Wegen zu lernen: Im formulierten Text, als Tabelle und zusätzlich (meistens) noch in Bildform.
Die einzelnen Kapitel sind gut untergliedert (Pathogenität, Symptome, Diagnostik…) und bieten die Möglichkeit, einzelne Erreger schnell gegenüber zu stellen und wichtige Unterschiede oder Gemeinsamkeiten festzustellen. Von der Schreibweise her überzeugt der virologische Teil des Buches etwas mehr, da er zumeist eingängiger geschrieben ist als der mikrobiologische Abschnitt.
Fazit:
Wer Interesse an einem Lehrbuch hat, das einem ein fundiertes und breites Wissen der medizinischen Mikrobiologie und Virologie vermittelt, ist mit diesem Taschenlehrbuch sehr gut bedient. Zu fast allen Erregern findet man gut strukturierte Informationen auf den 774 Seiten.
Der Kayser ist allerdings sicherlich kein 3-Tage-Lehrbuch, um versäumtes Lernen vor einer herannahenden Prüfung schnellstmöglich aufzuholen. Dazu sollte man sich wohl besser ein Kurzlehrbuch zulegen, das dann für eine leichtere Klausur auch ausreichen kann.
Kurzinfo:
| Autor(en): | Fritz H. Kayser et al. |
| Verlag: | Thieme |
| Auflage: | 12. |
| Erscheinungsjahr: | 2010 |
| Seitenanzahl: | 812 |
| Abbildungen: | 306 |
| Preis: | 32,95 € |
| Preis-Leistungs-Verhältnis (1 = mies, 10 = grandios): | 8 |

Mittlerweile werden vermehrt auch Lernkarten als Alternative zum klassischen Lehrbuch von den Verlagen angeboten. Die Anatomie eigent sich als „Kernfach des Auswendiglernens“ besonders gut für diese Darreichungsform.
Ob im Blockpraktikum, während einer Famulatur oder spätestens im PJ – die EKG-Befundung begegnet jedem Studenten irgendwann einmal. Besser, wenn man dann weiß, womit man es zu tun hat und worauf zu achten ist. Mit dem „EKG-Kurs für Isabel“ lässt sich das leicht lernen.
Neben der Dualen Reihe Innere Medizin ist das chirurgische Pendant dazu sicherlich das Flagschiff der Dualen Reihen im klinischen Studienabschnitt. Mit fast 1300 Seiten und ca. 2200 Abbildungen macht das Lehrbuch von den nackten Zahlen her schon mal einen sehr ausgereiften Eindruck.
An vielen Universitäten wird das Fach Augenheilkunde erst am Ende der klinischen Semester behandelt. Trotzdem lohnt sich in vielen Fällen ein Lehrbuch für dieses kleinere Fach.
Seit kurzem ist die neueste Auflage von Thiemes Fallbuch für die Innere Medizin auf dem Markt. Es behandelt insgesamt 150 Fälle aus den Bereichen Hämatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Endokrinologie, Stoffwechselstörungen, Infektiologie, Nephrologie, Störungen des Säure-Base-Haushalts, Angiologie und Rheumatologie.
Mit dem Kurzlehrbuch Psychiatrie und Psychotherapie hat Thieme im November 2012 nun auch in diesem Fach eines der beliebten Kurzlehrbücher auf den Markt gebracht. Es knüpft strukturell und gestalterisch an seine Vorgänger dieser Reihe an.