Europa als Eldorado für Medizinstudenten

Es gibt wohl keinen Kontinent, wo es so viele Möglichkeiten zur Absolvierung eines Medizinstudiums im Ausland gibt. Noch dazu gewinnt das Medizinstudium im Ausland auch in unseren Breitengraden an Profil und wird immer prestigeträchtiger. Dazu muss man auch wissen, dass dies nicht immer der Fall war. Vor den italienischen Bologna-Programmen hatte man über die Anerkennung von Diplomen in Deutschland und anderen Ländern Europas gestritten. Man vertraute also nur den eigenen Universitäten und die deutschen Spitäler waren sehr restriktiv was die Aufnahme ausländischer Absoluten von Universitäten betroffen hatte. Allerdings war es um die Gesundheit der Patienten nicht schlechter, sondern sogar bessergestellt.

Vorteile eines Medizinstudiums in Europa

Das Medizinstudium in Europa ist sehr beliebt.Die Patienten waren die Nutznießer dieser neu geformten Politik, da man international vernetzt war und so auch neues Wissen in den medizinischen Alltag im Spital einbringen konnte. So hat das Medizinstudium auch an Einfluss gewonnen und Austauschprogramme wurden zwischen den Universitäten gestartet. Der Trend ist immer noch stark im Steigen und man kann sich heute einen Rückschritt gar nicht mehr vorstellen. In Europa gibt es heute zahlreiche Universitätsbereiche, die ein Medizinstudium für ausländische Studierende anbieten. Der Profiteur ist aber nicht nur der angehende Arzt, sondern vor allem der Patient. Als Zwischennutznießer kann auch der Staat erwähnt werden, denn in Summe bringt dies natürlich auch einen Beitrag zur Förderung des BIP. Die Akzeptanz steigt und die medizinische Versorgung verbessert sich.

Internationale Aspekte berücksichtigen

Möchten Sie im Ausland Medizin studieren, dann werden Sie wohl an die ersten, meist sprachlichen, Hürden stoßen. Ein Studium in der Landessprache zu absolvieren mag vielleicht sehr reizvoll sein, sie werden allerdings zunächst die Sprache erlernen müssen. Wenn Sie im Studienland verwandtschaftliche Beziehungen haben, dann mag Ihnen dieser Schritt unter Umständen auch leichter fallen. Alternativ dazu bieten viele Universitäten das Medizinstudium auch auf Englisch an. Sie studieren dann gemeinsam mit anderen Studierenden in englischer Sprache und lernen so Europa im Rahmen eines Medizinstudiums von einer anderen Warte her kennen. Ein weiterer Vorteil eines ausländischen Medizinstudiums ist die einzigartige Verbindung, die Sie zu neuen Erfahrungen führen wird. Die meisten Fakultäten arbeiten auch mit den führenden medizinischen Fakultäten in Europa zusammen. Davon profitieren meist Sie als Studierender. Die medizinischen Studien in englischer Sprache sind auch für jeden Europäer offen.

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Zahnmedizin in Heidelberg #7: Das dritte Semester

Myrièlle studiert im 1. Semester Zahnmedizin in Heidelberg.Myrièlle ist 20 Jahre alt und hat im Oktober 2017 ihr Zahnmedizinstudium an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg begonnen. Damit startet für sie ein neuer Lebensabschnitt in einer neuen Stadt mit neuen Freunden, neuen Tagesabläufen und vielen neuen Eindrücken. In mehreren Beiträgen schildert Myrièlle ihre Erfahrungen vom neuen Leben als Zahni.


Einige Wochen nach dem Vorphysikum stand für uns dann im Oktober das dritte Semester an. Wie schon im Semester davor wurde alles integriert gelehrt, das heißt, dass verschiedene Module thematisch abgegrenzt in den Fächern Histologie, Physiologie und Biochemie behandelt und durchgesprochen werden. Und auch dieses Mal wurde der gesamte Semesterstoff in einer Klausur zusammengefasst abgefragt.

Neben den täglichen Vorlesungen gab es auch wieder Pflichtseminare sowie Praktika, um das Gelernte anzuwenden und zu vertiefen.

Der Lernstoff war zwar enorm viel –  dafür aber auch erheblich interessanter als im 2. Semester, in dem es ja eher darum ging, ein Grundverständnis für die großen vorklinischen Fächer zu schaffen (in Histologie hatten wir ja primär die Hauptgewebearten durchgenommen und in Physiologie lediglich die Grundlagen in Form der Zell- und Muskelphysiologie geschaffen).

Behandelt haben wir die Module Blut, Herz- und Kreislauf, Atmung, GIT (Verdauung, Ernährung und Resorption), Immunologie sowie Wasserhaushalt, Leistungs- und Wärmephysiologie und Endokrinologie. Ganz am Ende des Semesters haben wir uns dann auch noch mit den Geschlechtsorganen, der Sexualphysiologie sowie der Embryologie befasst.

Die verschiedenen Präparate und EM-Bilder in Histologie erfordern viel Lernaufwand.Histologie hat sich nicht besonders von der Lehre des vorangegangenen Semesters unterschieden. In den Vorlesungen wurde alles referiert und in dem fast wöchentlichen 2-stündigen  Kurs durchmikroskopiert. Neben lymphatischen Organen haben wir einen Blutausstrich, das respiratorische System, den Verdauungstrakt, Leber, Pankreas und viele weitere Präparate betrachtet und durchgesprochen. Zu sehen, wie angepasst jede einzelne Zelle oder Struktur an ihre Aufgaben ist, ist wirklich super interessant. Aber ganz ehrlich – bei der großen Themenfülle sah irgendwann dann auch alles irgendwie gleich aus. Es sind einfach viele Präparate – da einen Überblick zu gewinnen und routiniert die richtige Einordnung zu treffen, dauert einfach seine Zeit. Und auch wenn Histo einen in die Verzweiflung treiben kann (so ging es mir leider manchmal, wenn der Gewebeabschnitt oder das EM-Bild mal wieder einfach jedes Organ sein konnte) ist es immer wieder super motivierend, die gesuchten Strukturen selbstständig zu entdecken oder die Differenzialdiagnose korrekt zu beantworten.

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Rezension: „Duale Reihe Anamnese und Klinische Untersuchung“, 6. Auflage

Die Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung in der 6. AuflageDie Duale Reihe Anamnese und klinische Untersuchung ist schon seit Jahren ein absolutes Must-Have für alle Medizinstudenten im klinischen Studienabschnitt. Seit letztem Jahr gibt es das Buch nun in der 6. Auflage. Warum sich der Kauf genau lohnt, haben wir für euch zusammengefasst.

Zielgruppe:

Das Buch ist ideal für den klinischen Studienabschnitt, in dem Medizinstudenten regelmäßig mit Patienten und deren Anamnese und klinische Untersuchung konfrontiert werden. Nachschlagen lohnt sich aber nicht nur im Studium, sondern auch als Assistenzarzt noch.

Aufbau / Didaktik:

Insgesamt ist das Buch in 4 Teile aufgebaut: Teil A sorgt für die Grundlagen der Arzt-Patienten-Beziehung und gibt in 6 Kapiteln allgemeine Informationen zur Anamnese und klinischen Untersuchung. Teil B widmet sich auf ca. 50 Seiten eindrucksvollen Blickdiagnosen. Teil C geht in 12 Kapiteln auf die spezielle Untersuchung der verschiedenen Organe ein und beleuchtet außerdem die Untersuchung von Kindern und Bewusstlosen. In Teil D, dem Anhang, finden sich wichtige Laborparameter. Vom Aufbau her hat sich also nicht viel verändert im Vergleich zur Vorauflage, allerdings wurden die Inhalte aktualisiert und ein paar neue Kapitel (zum Beispiel „Der informierte Patient“) hinzugefügt.

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Wissenschaftliche Texte: Der letzte Schliff

Das Wissenschaftliches Arbeiten und das anschließende Formulieren gehören mittlerweile zu nahezu jedem Studiengang. Leider ist die Qualität der Lehre nicht überall gleich ausgefeilt, sodass Studenten häufig über fehlende Unterstützung an ihrer Hochschule klagen. Dabei spielt gerade auch die Form und die adäquate Sprache eine entscheidende Rolle bei der Notengebung der Dissertation, Bachelor- oder Masterarbeit.

Doch wie geht man am besten vor, wenn man zum ersten mal wissenschaftliche Texte verfasst. Wie so häufig gibt es natürlich die Möglichkeit ältere, erfahrenere Kommilitonen und Freunde zu fragen, die mal vor ähnlichen Problemen standen. Der Vorteil hierbei ist natürlich der Praxisbezug und die Unkompliziertheit, mit der man sich auf diese Art und Weise Rat holen kann. Die zweite Option, um Anfängerfehlern aus dem Weg zu gehen, liegt in der Hilfe aus dem World Wide Web.

Mit Hilfe und Unterstützung von Fachleuten gelingt die wissenschaftliche Arbeit mit Sicherheit.Neben Foren und Blogs mit Erfahrungsberichten gibt es auch Unternehmen, die sich auf Kurse und Nachhilfe für wissenschaftlich einwandfreies Arbeiten spezialisiert haben. Dabei geht es den Machern meistens vor allem darum ein Komplettpaket zu liefern, bei dem man während jedes einzelnen Schrittes auf Hilfe zurückgreifen kann. Studenten, die lediglich Fragen zur richtigen Formatierung haben, sind damit genauso gut bei vielen Dienstleistern aufgehoben wie Absolventen, die sich für ein wissenschaftliches Lektorat und Korrekturlesen der Masterarbeit interessieren. Auch bei Fragen rund um Plagiatsprüfungen und Ghostwriting wird gerne weitergeholfen.

Für viele Studenten stellt vor allem die statistische Bewertung der wissenschaftlich gewonnen Erkenntnisse im Bereich des Ergebnisteils eine nahezu unüberwindbare Hürde dar. Mit Statistiknachhilfe und Hilfe bei der Datenanalyse durch die entsprechenden Fachleute wird aber auch dabei schnell klar, dass man nicht unbedingt ein Mathe-Ass sein muss, um die entsprechenden Ergebnisse beispielsweise mit SPSS oder einem anderen Computerprogramm aufzuarbeiten.

Nach Abschluss der Studienarbeit oder der Promotion steht mit der Bewerbung für den Traumjob die nächste Herausforderung an und auch dafür gibt es Hilfe im Internet. Es ist also wie mit Freunden im Studium: Wenn man tatkräftige Partner an seiner Seite hat, kann im Studium eigentlich nicht viel schief gehen.

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Rezension: „Physiologie des Menschen, 2. Auflage“

Die 2. Auflage des Lehrbuchs "Physiologie des Menschen" in Farbe.Wer sich noch an die Anfänge des in diesem Beitrag rezensierten Buches erinnert, sitzt nun mit offenem Mund vor der neuesten Ausgabe: Hardcover, Teil 1 und 2 in einem Buch vereint und alles nun auch noch in Farbe!

Zielgruppe:

Primär richtet sich „Physiologie des Menschen“ natürlich an Medizinstudenten, die kurz vor oder mitten im Physiologie-Praktikum stehen. Dennoch kann es auch gut als Nachschlagewerk für Medizinstudenten der höheren Semester dienen.

Aufbau/Didaktik:

Die komplette Physiologie wird in 20 übersichtlichen Kapiteln prägnant und in verständlichen Sätzen, sowie mit vielen farbigen Abbildungen und Merkkästen erklärt. Das müde Studentenauge erfreut sich an gut strukturierten Seiten mit vielen Absätzen und Unterpunkten und natürlich an den liebevoll ausgewählten und thematisch passenden „TheAwkwardYeti“-Comics. Für die Prä-Klausur-Panik finden sich kurze Zusammenfassungen am Ende jedes großen Kapitels. Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und zeitweise sogar richtig unterhaltsam gestaltet mit Passagen aus „The Big Bang Theory“ oder Zitaten von Philosophen. Zudem finden sich des Öfteren QR-Codes, die zu Youtube-Videos führen, die das Gelesene „lebendig“ machen. Das Buch unterscheidet sich insgesamt also deutlich von einem meist doch recht trockenem „Standardwerk“.

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Rezension: „Kurzlehrbuch Biochemie“, 4. Auflage

Das Kurzlehrbuch Biochemie (Thieme) gibt es seit Juli 2018 in der 4. Auflage.Seit Mitte letzten Jahres ist die nun 4. Auflage von Thiemes Kurzlehrbuch Biochemie in den Buchläden. Was gibt es Neues und wo steht das Buch im Vergleich zu ähnlichen Büchern? Wir haben das Buch probegelesen.

Zielgruppe:

Medizin- und Zahnmedizinstudenten in den vorklinischen Semestern, denen es vor allem darum geht einen guten Überblick über das Stoffpensum zu erhalten.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in insgesamt 15 Kapitel, wobei das letzte durch den Anhang (chemische Grundlagen, Stoffwechselübersichten etc.) gebildet wird. Die wichtigsten Stoffklassen (Kohlenhydrate, Lipide, Aminosäuren, Enzyme…) werden nach einem einleitenden Kapitel behandelt, zum Ende hin finden diese dann in wichtigen Stoffwechselwegen sowie in der Zell- und Molekularbiologie Verwendung. Das Layout ist im Vergleich zur Vorauflage nochmal etwas anschaulicher geworden, was vor allem an den ausführlichen Einleitungen in die Kapitel liegt. Außerdem sind die Strukturformeln schön übersichtlich dargestellt. „Merke-Kästen“, „Lerncoach“ und „Lerntipps“ dürfen natürlich auch in diesem Thieme-Buch genau wie die Online-Unterstützung in der eRef nicht fehlen. Insgesamt erkennt man eine wohl durchdachte Struktur des Buches, die dem Vorklinik-Studenten genau das vermittelt, weshalb solche Bücher auf dem Markt sind: Einen roten Faden, den man ansonsten im Dschungel der Vorlesungen, Kurse und Praktika schon mal leicht aus den Augen verlieren kann.

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Meteorismus – zu viel Luft im Bauch

Definition

Bei einem Blähbauch hat sich zu viel Gas im Magen-Darm-Trakt eines Menschen gebildet. Andere Bezeichnungen für Blähbauch sind „Blähsucht“ oder „Meteorismus“. Manchmal geht diese Ansammlung von Luft bzw. Gas für den Betroffenen mit Schmerzen einher – unangenehm ist sie jedoch immer.

Die Betroffenen klagen über eine Vielzahl von unterschiedlichen Symptomen. Meist ist der Bauch aufgrund der übermäßigen Gasbildung gewölbt, man hört ein gewisses Rumoren oder Gluckern und es kann zu Flatulenzen (Blähungen) kommen. Daneben sind Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Schmerzen im Bauch häufig anzutreffen.

Ursachen

In den meisten Fällen ist ein Blähbauch harmloser Natur; nur selten steckt eine ernsthafte Erkrankung dahinter. In vielen Fällen verschwinden die Beschwerden wieder von ganz alleine. Ein regelmäßig auftretender Blähbauch kann aber auch Begleiterscheinung von funktionellen Verdauungsproblemen sein, die z. B. beim sog. „Reizdarmsyndrom“ auftreten.

Folgendes kann zu einem Blähbauch führen:

Ein geblähter Bauch kann schnell zu Unwohlsein und Schmerzen führen.Allen voran: Lebensmittel mit Inhaltsstoffen, die eine aufblähende Wirkung haben: z. B. der Zucker von Hülsenfrüchten – dieser kann nur schwer vom Darm bewältigt werden. Daneben kann ein Blähbauch ausgelöst werden, wenn schlichtweg bestimmte Nahrungsmittel nicht vertragen werden (→ Nahrungsmittelunverträglichkeit); berühmtes Beispiel hierfür wäre die „Glutenunverträglichkeit“. Zusätzlich kann eine ungesunde Lebensweise einen Blähbauch begünstigen. Dazu zählen zum Beispiel zu viel Stress, psychischer Belastungsdruck, Rauchen, Bewegungsmangel oder Medikamente, die einen ungünstigen Einfluss auf die Darmflora haben.

Die Symptome eines Blähbauchs können aber auch auf eine bisher unentdeckte Erkrankung hinweisen. Morbus Crohn, Darmpilz, Reizdarm oder eine Entzündung der Magenschleimhaut oder Bauchspeicheldrüse wären da zunächst genannt. Daneben kann Diabetes oder sogar Darmkrebs zu einem aufgeblähten Bauch führen.

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