Rezension: „Survival-Kit Chemie“

Survival-Kit ChemieDie heutigen Medizinstudenten nutzen Youtube und andere Onlineangebote ebenso für ihren Lernerfolg wie Bücher. Ein Youtuber und Medizinstudent, der zunächst mit seinen „Headstart“-Videos auf sich aufmerksam machte, hat nun bei Elsevier eine Kurzlehrbuchreihe veröffentlicht. Wir haben uns das Exemplar für Chemie mal genauer angeschaut…

Zielgruppe:

Das Buch wird seinem Titel gerecht und richtet sich an all jene, die Chemie in der Schule nicht unbedingt mochten, schnell abgewählt haben oder bei denen das Abitur schon länger her ist.

Aufbau / Didaktik:

Im Aufbau unterscheidet sich das „Survival-Kit“ kaum von anderen Standardwerken. In 17 kurzen Kapiteln werden alle examensrelevanten Themen der anorganischen und organischen Chemie erklärt. Unterstützt wird der Lerninhalt durch kleine Kästchen verschiedener Rubriken. Sie rufen Grundlegendes nochmal in Erinnerung, weisen auf Verwechslungsgefahren hin und sichern in der Prüfung wichtige Punkte. Wie mittlerweile die meisten Bücher, bietet auch das Survival-Kit einen Online-Zugriff (auch per App). Wesentliche Erweiterungen oder Lernhilfen werden hier jedoch nicht geboten. Rezension: „Survival-Kit Chemie“ weiterlesen

Warum es so wichtig ist, den eigenen Lebenslauf zu übersetzen

Wenn ein junger Arzt beginnt seinen Beruf auszuüben, kann es sein, dass er seinen Lebenslauf in eine andere Sprache übersetzen muss. Die Welt gehört der Jugend und außerhalb der Landesgrenzen finden sich besonders in der Medizin viele Arbeitsmöglichkeiten, die oftmals ausgesprochen prestigeträchtig sind.

Eine Anstellung im Ausland zu finden ist eine wichtige Gelegenheit, um die eigenen Fähigkeiten an berühmten oder spezialisierten Instituten unter Beweis zu stellen. Um unter der Konkurrenz jedoch hervorzustechen, muss der eigene Lebenslauf korrekt übersetzt sein. Eine berufliche Auslandserfahrung trägt zum medizinischen Wachstum und zur Weiterbildung bei und stellt per se eine wichtige Bereicherung des Lebenslaufs einer Person dar.

Der Lebenslauf ist die Visitenkarte eines Arztes und muss nicht nur die Gepflogenheiten des Landes, in dem man arbeiten möchte, berücksichtigen, sondern auch korrekt in der offiziellen Landessprache verfasst sein. Einen grammatikalisch fehlerhaften sowie falsch oder unverständlich übersetzten Lebenslauf einzureichen, kann, auch wenn er noch so reichhaltig ist, kontraproduktiv sein, wenn man Teil der Belegschaft eines ausländischen Instituts werden möchte.

Es gibt einige Elemente, die bei der Übersetzung des Lebenslaufs eines Arztes besonders wichtig sind, wie zum Beispiel die korrekte Übersetzung der spezifischen Fachterminologie. Die Terminologie muss angemessen sein, damit der Lebenslauf von der Personalleitung des Instituts überhaupt in Betracht gezogen wird. Oft ist die universitäre Sprachausbildung nicht spezifisch genug, damit der Arzt bestimmte Fachtermini selbst übersetzen kann, besonders wenn es sich bei der Zielsprache nicht um Englisch handelt. Warum es so wichtig ist, den eigenen Lebenslauf zu übersetzen weiterlesen

Rezension: „Sobotta Präparieratlas“

Sobotta PräparieratlasUns ist ein Atlas in die Hände gefallen, von dem wir bis jetzt noch nicht so viel gehört haben. Wir waren also neugierig und haben uns den Präparieratlas von Sobotta genauer angeschaut.

Zielgruppe:

Dieser Atlas ist eindeutig für die Benutzung während des Präparierkurses in der Vorklinik konzipiert. Der Atlas ist als Ringbuch  mit biegsamem Einband gestaltet. Er ist somit weniger sperrig und leichter als die herkömmlichen Sobotta Atlanten und kann deshalb auch besser transportiert werden. Die für die Präparierkurse so wichtigen Strukturen und topographischen Gegebenheiten sind übersichtlich dargestellt und dienen so direkt zur Orientierung während des Präparierens.

Aufbau / Didaktik:

Wer bereits mit dem Sobotta Atlas bekannt ist, weiß, dass dieser aus drei Teilen besteht: Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat, Innere Organe und Neuroanatomie. Diese Struktur wird im Präparieratlas beibehalten, allerdings sind die Erklärungen, Schnittbilder und embryologischen Informationen entfernt worden. Somit sind im Präparieratlas die wichtigen Abbildungen der drei Bände in einem Atlas zusammengefasst, mit dem Vorteil, dass man immer alle wichtigen anatomischen und topographischen Details nachschlagen kann (wird immer wichtiger, je weiter man im Präp-Kurs kommt). Rezension: „Sobotta Präparieratlas“ weiterlesen

Rezension: „Sobotta Lehrbuch Anatomie“

Sobotta Lehrbuch AnatomiePassend zu den seit vielen Auflagen bekannten Sobotta-Atlanten gibt es seit 2015 auch ein passendes Anatomie-Lehrbuch aus dem Hause Elsevier. Lohnt sich das Buch oder sollte man besser auf arrivierte Lehrbücher zurückgreifen. Wir haben das Sobotta Lehrbuch Anatomie probegelesen.

Zielgruppe:

In erster Linie ist das Sobotta Lehrbuch Anatomie für Medizin- und Zahnmedizinstudenten der ersten Semester geeignet. Dabei ist es nicht zwingend notwendig auch die Sobotta-Atlanten zu besitzen, aber natürlich hilft das, weil man einige Abbildungen wiedererkennen kann. Auch andere medizinische Berufsgruppen wie Pflegeberufe oder Physiotherapeuten dürften für ihre Arbeit interessante Stellen im Buch finden, insgesamt ist das Angebot dafür aber vielleicht dann doch etwas ausführlich.

Aufbau / Didaktik:

Das Buch gliedert sich in 5 größere Teile, die man anhand der 3 Sobotta-Atlanten gut nachvollziehen kann. Den Anfang macht das Kapitel „Allgemeine Anatomie und Embryologie“, in dem vor allem auch von der Terminologie her eine Basis für die weiteren Seiten gelegt wird. Den Teil „Bewegungsapparat“ findet man wie schon das Anfangskapitel auch in dem ersten Sobotta-Atlas. Kapitel 3 entspricht dann dem Atlas „Innere Organe“ und die beiden Abschlusskapitel findet man im Atlas „Kopf, Hals und Neuroanatomie“. Rezension: „Sobotta Lehrbuch Anatomie“ weiterlesen

Rezension: „Checkliste Chirurgie, 11. Auflage“

Die 11. Auflage der "Checkliste Chirurgie" von Thieme.Neben der Checkliste Innere Medizin und der Checkliste Medical Skills dürfte die Checkliste Chirurgie zu den beliebtesten Büchern der Thieme-Reihe gehören. Seit kurzem gibt es das Buch nun in der 11. Auflage.

Zielgruppe:

Zur Zielgruppe des Buches gehören ganz klar Assistenzärzte im chirurgischen Bereich, also vor allem im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Aber auch Gefäßchirurgen, Herz-Thoraxchirurgen, Kinderchirurgen oder Unfallchirurgen finden in der Checkliste Chirurgie sinnvolle Abschnitte. Gerade für Unfallchirurgen gibt es mit der Checkliste Traumatologie aber natürlich auch eine eigene Ausgabe. Natürlich ist das Buch gerade auch für Studenten im Praktischen Jahr interessant, die bereits wissen, dass sie eine chirurgische Berufslaufbahn einschlagen werden.

Aufbau / Didaktik:

Der Aufbau entspricht klassisch dem aller Checklisten von Thieme, es finden sich also 4 Teile. Wie schon die 10. Auflage behandelt der graue Teil dabei die Grundlagen, also Anamnese und Untersuchung, chirurgische Arbeitstechniken und Stationsarbeit und den Tod des Patienten. Dem Abschnitt schließt sich ein kurzer Notfallmanagement-Teil an, in dem es um Ablauflogarithmen und Schemata geht. Der größte Abschnitt, der blaue Teil, widmet sich den chirurgischen Krankheitsbildern, die dann der Übersicht halber nach Organsystemen aufgeteilt sind. Den Abschluss macht der rote Teil der Operationslehre. Insgesamt ist der Aufbau also ziemlich identisch mit dem der Vorauflage. Rezension: „Checkliste Chirurgie, 11. Auflage“ weiterlesen

Rezension: „Atlas der Anatomie“

Atlas der Anatomie, NetterNeben der Sobotta- und Prometheus-Reihe verteidigt der „Atlas der Anatomie“ von Frank H. Netter seit Jahren seine Daseinsberechtigung auf dem Markt. Wir haben die aktuelle 6. Auflage getestet.

Zielgruppe:

Der „Netter“ gilt für viele Medizinstudenten seit ca. 25 Jahren als treuer Begleiter zur Vorbereitung auf die Anatomietestate. Dabei ist der Atlas vor allem auch in den USA populär. Neben human- und zahnmedizinischen Vorkliniksstudenten ist er aber auf jeden Fall auch für ähnliche Berufsgruppen wie Physiotherapeuten und die Pflegeberufe interessant.

Aufbau / Didaktik:

Anders als beim Sobotta oder Prometheus besteht der Netter lediglich aus einem Buch, sodass hier alle anatomischen Regionen des Körpers untergebracht sind. Der Atlas ist demnach sprichwörtlich von Kopf bis Fuß geordnet und gliedert sich in 7 Kapitel, die wiederum in sinnvolle Unterpunkte unterteilt sind. Die Seitenzahlen werden im Buch auch „Tafeln“ genannt, da auf jeder Seite bestimmte Abbildungen oder Tabellen zu finden sind. Im oberen Teil jeder Seite findet man praktischerweise Hinweise, mit welchen Tafeln die vorliegende Seite sinnvollerweise zu vergleichen ist. Rezension: „Atlas der Anatomie“ weiterlesen

Rezension: „Duale Reihe Physiologie, 3. Auflage“

Duale Reihe Physiologie, 3. AuflageDie dritte Auflage der Dualen Reihe „Physiologie“ ist erschienen und wir haben sie uns für euch angesehen. Die Bücher der Dualen Reihe sind Klassiker und finden sich oft in den Regalen von Medizinstudenten. Nicht ohne Grund.

Zielgruppe:

Die Zielgruppe ist ganz klar die der Vorkliniker! Natürlich verlieren die physiologischen Grundlagen nicht an Wichtigkeit in der Klinik, sodass das Buch auch noch dann einen Nutzen hat.

Aufbau/Didaktik:

Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, die jeweils in Unterkapitel unterteilt sind. Für die Duale Reihe typisch und auch hier zu finden sind der farblich abgetrennte Seitenrand mit den wichtigsten Fakten sowie farblich gekennzeichnete Merk-, Definitions- und Klinikbezug-Kästen. Mit 710 farbigen Abbildungen werden wichtige Zusammenhänge und klinische Pathologien eindrücklich und verständlich dargestellt. Rezension: „Duale Reihe Physiologie, 3. Auflage“ weiterlesen