Nachdem es die Endspurt Skripte schon seit Längerem für die Vorklinik gibt, sind sie seit Oktober 2013 nun auch für den klinischen Studienabschnitt erhältlich. Bisher gibt es 13 Skipte für verschiedene Fächer, doch im Laufe des Jahres werden auch die restlichen 7 Skripte (zum Beispiel Pharmakologie, Urologie, Dermatologie) auf den Markt kommen. Die ersten 6 Skripte der Reihe befassen sich mit der Inneren Medizin und Chirurgie und sind bereits erhältlich.
Im ersten Moment erscheint das Vermischen der Fächer Innere und Chirurgie etwas ungewohnt, doch die Herangehensweise macht schon Sinn, weil beide Disziplinen ja ähnliche Krankheitsbilder behandeln, nur eben mit unterschiedlichen Methoden. Da der Grundgedanke aber der gleiche ist und man so didaktisch gesehen neue (und je nach Lerntyp bessere) Verknüpfungen erkennen kann, dürfte dieses Konzept für einige Studenten erfolgsversprechend sein. Die 6 Skripte teilen sich in folgende Themengebiete ein:
- Skript 1: Herz-Kreislauf-System, Gefäße
- Skript 2: Blut, Blutbildung, Atmungssystem
- Skript 3: Verdauungssystem, Abdomen
- Skript 4: Endokrines System, Stoffwechsel, Niere, Wasser, Elektrolyte
- Skript 5: Immunsystem, Rheumatologie, Infektionserkrankungen
- Skript 6: Grundlagen der Onkologie, Chirurgisches Grundwissen
Die Skripte beinhalten durchweg ein klares und modernes Design. Man findet auch wieder Thieme-typische Features wie Lerntipps, Prüfungshighlights, Beispiele und Praxistipps in jeweils verschiedenfarbigen Kästen. Auch die Bebilderung und Tabellen sind durchweg gelungen. Allerdings beinhalten die 6 Skripte leider einige inhaltliche Fehler (aber weniger als in der ersten Auflage des AllEx), die man vor dem Lernen mit dem online abrufbaren Erratum korrigieren sollte.
Fazit:
Insgesamt machen die Endspurt Skripte für die Innere Medizin und die Chirurgie wirklich einen guten Eindruck, haben ein gutes, klares Design und eignen sich für Häppchenlerner, da sie jeweils kaum mehr als 150 Seiten umfassen. Außerdem lassen sie sich super mit Thieme-Online kombinieren, wo man das Gelernte durch IMPP-Fragen abprüfen kann. Man sollte aber darauf achten, dass man die Fehler mit dem Erratum berichtigt, damit man sich nichts Falsches einprägt. Leider gibt es die Skripte nur einzeln und bisher nicht im Paket zu kaufen, weshalb es beim Preis-Leistungs-Verhältnis Punktabzüge gibt. Ansonsten ist das Konzept für einige Studenten ansprechend und eignet sich zum Lernen auf das Hammerexamen im Rahmen des 100-Tage-Plans.
Kurzinfo:
| Autor(en): | Verschiedene |
| Verlag: | Thieme |
| Auflage: | 1. |
| Erscheinungsjahr: | 2013 |
| Seitenanzahl: | 828 |
| Abbildungen: | 480 |
| Preis: | 77,94 € |
Bewertung:
| Inhalt: | [s3r star=3/5] |
| Verständlichkeit: | [s3r star=4/5] |
| Übersichtlichkeit: | [s3r star=5/5] |
| Layout: | [s3r star=5/5] |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | [s3r star=3/5] |
| Gesamtbewertung: | [s3r star=4/5] |

Beim Lernen für das Hammerexamen tun sich viele vor allem schwer beim Lernen der ophtalmologischen Krankheitsbilder. Beim Lernen der verschiedenen ophtalmoskopischen Korrelate sind wir auf eine sehr gute E-Learning-Page der Universität Bern gestoßen, die wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Dort hat man die Möglichkeit sich eine vielzahl von Augenhintergrundsbefunden ganz in Ruhe zu Gemüte zu führen, damit man bei einer eventuellen Frage im Staatsexamen dann auch eine hypertensive von einer diabetischen Retinopathie unterscheiden kann und man etwas mehr Einblick in die
Neurologie gehört im Medizinstudium mittlerweile zu den wichtigsten Fächern neben Innere Medizin und Chirurgie. Das beweist auch die Tatsache, dass die Anzahl der Fragen mit neurologischem Hintergrund in den letzten Staatsexamina bis auf Platz zwei (nach Innere Medizin) in der Gesamtübersicht gestiegen ist. Grund genug also sich ein großes Neurobuch wie die Duale Reihe Neurologie von Thieme zuzulegen.
Mikrobiologie ist ein Fach, das nicht gerade von allen Studenten bedingungslos geliebt wird. Viele scheuen das pure Auswendiglernen von Krankheitserregern samt Diagnose- und Therapiekriterien. Die Wichtigkeit des Faches wird allerdings spätestens dann klar, wenn man sich bewusst macht, wie viele Überschneidungen es mit anderen Bereichen der Medizin gibt.
Kaum eine Sehne des menschlichen Körpers reißt so laut wie die Achillessehne, deren Ruptur sich mitunter wie ein Pistolenschuss darstellt und schon so manches Grümpelturnier für den ein oder anderen Teilnehmer jäh beendet hat. Prädisponiert sind Männer im 30. bis 50. Lebensjahr mit unregelmäßiger, dann meist aber exzessiver sportlicher Betätigung. Zugrunde liegen können sowohl eine Sehnendegeneration als auch eine mechanische Überbelastung, die sich zum einen in einer starken Wadenkontraktion (kräftiges Abstoßen beim Lossprinten) oder in einem Sturz nach vorn (zum Beispiel beim Skifahren) ausprägen kann.
Für alle Studenten, die sich in der Examensvorbereitung befinden, gibt es seit 2011 ein paar nette Audiodateien, die den Lernstoff in angebrachter Weise wiederholen und so auf die schriftliche oder mündliche Prüfung vorbereiten. Dabei handelt es sich um die MediPods der beiden ehemaligen Münchener Medizinstudentinnen Anna und Julia, die vor wenigen Jahren selber das Hammerexamen absolviert haben. Während der Vorbereitung kamen sie auf die Idee zu bestimmten Themen kurze Podcasts aufzunehmen, durch die man die Möglichkeit bekommt sich die prüfungsrelevanten Inhalten zum Beispiel während einer Bahnfahrt oder auch am Abend vor dem Einschlafen nochmal anzuhören, damit sich diese im Gedächtnis festigen.
Seit Oktober des letzten Jahres gibt es die Duale Reihe Gynäkologie und Geburtshilfe nun in der 4. Auflage, die einige Neuheiten im Vergleich zum Vorgänger bereit hält.