Rezension: „Medizinische Terminologie“

Medizinische Terminologie von Wolfgang CasparDie Terminologie wird an den Unis häufig im ersten Semester behandelt. Die meisten Medizinstudenten haben heutzutage (zurecht) kein Latein mehr in der Schule gehabt und müssen die Begrifflichkeiten am Anfang ihres Studiums deshalb erstmal durchblicken. Der „Termi“-Kurs dauert meistens nur ungefähr 3 Monate. Lohnt sich ein entsprechendes Buch trotzdem? Wir geben euch die Antwort.

Zielgruppe

Das Buch „Medizinische Terminologie“ wurde hauptsächlich für Medizin- und Zahnmedizinstudenten im ersten Semester geschrieben.

Aufbau / Didaktik

Anfangs werden die Grundlagen medizinischer Termini (Schreibweise, Aussprache, grundlegende Vokabeln sowie Grammatik) erklärt. Die folgenden Kapitel sind nach Körperregionen bzw. verschiedenen medizinischen Fachbereichen gegliedert und nennen nach einer kurzen Einleitung jeweils die dafür wichtigsten Vokabeln in Tabellen mit deutscher und englischer Übersetzung. Außerdem gibt es in jedem Kapitel Übungsaufgaben, wodurch man testen kann, ob man die Vokabeln verstanden hat. Abschließend bietet das Buch ein Vokabelverzeichnis zum schnellen Nachschlagen.

Inhalt

Schon im Grundlagenteil des 224 Seiten langen Buches bekommt man schnell ein Gefühl für die medizinischen Fachbegriffe mit ihrem vorwiegend lateinischen (aber teilweise auch griechischen) Ursprung. Der Autor verliert sich nicht in langen Texten, sondern beschränkt sich auf das Wesentliche, nämlich die Vokabeln und das Erlernen dieser durch die Übungsaufgaben. Das Design ist übersichtlich gehalten und das Vokabelverzeichnis erlaubt auch das Aufsuchen bestimmter Begriffe.

Fazit

Insgesamt ist das Buch übersichtlich und kompakt gestaltet und beschränkt sich auf das Wesentliche. Durch die Übungsaufgaben kommt man schnell in die Materie, die einem nach ein paar Jahren dann komplett in Fleisch und Blut übergehen. Was bleibt, ist die Frage, ob man für die medizinische Terminologie wirklich ein eigenes Lehrbuch braucht. Die meisten Termi-Kurse stellen an den Unis sowieso Lernmaterialien und bestimmte Begriffe lassen sich ja sowieso extrem einfach im Internet nachschlagen. Unserer Meinung nach lohnt sich dieses Buch deshalb hauptsächlich für das Erlernen der englischen Vokabeln, die man dann zusätzlich durch medizinische TV-Serien wie „Grey’s Anatomy“ oder „Dr. House“ festigen kann, bevor man für eine Famulatur oder ein PJ-Tertial ins Ausland geht.

Kurzinfo

Autor(en):Wolfgang Caspar
Verlag:Thieme
Auflage:3.
Erscheinungsdatum:11 / 2020
Seitenanzahl:224
Abbildungen:
10
Preis:29,99 €

Medizinische Terminologie

8.6

Inhalt

7.5/10

Verständlichkeit

9.0/10

Übersichtlichkeit

10.0/10

Layout

9.0/10

Preis-Leistungs-Verhältnis

7.5/10

Positiv

  • Guter Lerneffekt mit vielen Übungsaufgaben zu den entsprechenden Vokabeln
  • Nicht nur die deutsche, sondern auch die englische Übersetzung der Fachbegriffe vorhanden

Negativ

  • Terminologie ist eines der Fächer, bei denen man am ehesten auf ein entsprechendes Lehrbuch verzichten kann

3 Replies to “Rezension: „Medizinische Terminologie“”

  1. Buch ist ganz gut, aber ich schätze es eher wegen des medical English und nicht wegen des Nutzen für Termi in der Vorklinik.

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