Wie funktioniert eine Vasektomie?

Die Vasektomie beschreibt eine Form der Sterilisation, bei der der Samenleiter (Ductus deferens) im Bereich des Hodensacks knapp oberhalb des Nebenhodens durchtrennt wird. Das klingt martialischer als sich die Operation im eigentlichen Sinne darstellt. Denn meistens reicht schon ein kleiner, unter 10 mm messender Hautschnitt, wodurch der Ductus deferens freigelegt wird und anschließend mit mikrochirurgischen Instrumenten auf einer Strecke von ca. 1-3 cm durchtrennt und entfernt. Durch diese sogenannte „no-scalpel“-Methode können die Spermien vom Hoden nicht mehr ihren natürlichen Weg in die Harnröhre nehmen und werden vom Körper resorbiert.

Bei der Vasektomie wird der Samenleiter (Ductus deferens) schonend und minimalinvasiv durchtrennt.Die no-scalpel-Vasektomie kann in den meisten Zentren ambulant durchgeführt werden und postoperative Komplikationen wie Schmerzen, Nachblutungen und Infektionen kommen nur extrem selten vor. Auf die Hormonproduktion des Mannes hat die Vasektomie übrigens keinen Einfluss, denn diese werden in den Hoden synthetisiert und können von dort auch weiterhin ins Blut abgegeben werden. Der Pearl-Index der Vasektomie wird mit 0,1 angegeben und die sogenannte Versagerrate, also der Anteil der nach der OP weiterhin fruchtbaren Männer wird in der Literatur mit 0 bis 2 Prozent angegeben. Wenn Man(n) nach einer gewissen Zeit doch nochmal einen Kinderwunsch entwickelt, können die Enden des vormals durchtrennten Samenleiters in den meisten Fällen in einer Refertilisierungssoperation (Vasovasostomie) vernäht und die Kontinuität somit wiederhergestellt werden.

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Medizinisches Fachwissen App-basiert testen

Wie wäre es, wenn man sich statt aus trockenen Medizinbüchern auf spielerische Art und Weise praxisnahes medizinisches Wissen aneignen und differenzialdiagnostisches Denken fördern könnte? Nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs im Zug, beim Warten auf den Bus oder in der Lerngruppe zwischen zwei Vorlesungen.

Mit der App MIND kann man anhand von generierten Fällen sein medizinisches Fachwissen testen.Für diese Art des Lernens existieren natürlich bereits verschiedenste Fallbücher. Dabei ist die Anzahl der klinischen Fälle jedoch beschränkt und im digitalen Zeitalter könnte Lernen doch auch fortschrittlicher möglich sein. Deshalb hat das Unternehmen sublimd mit MIND eine kostenlose App für Medizinstudenten und Ärzte konzipiert, in der Fallbeispiele aus allen Fachgebieten gelöst werden können. Klinische Fallvignetten werden in der App präsentiert, wobei jeweils aus fünf Diagnosen die Wahrscheinlichste gewählt werden soll.

Das Besondere an diesen Fallvignetten ist, dass sie weder von realen Patienten stammen, noch in Handarbeit von Professoren erfunden wurden. Alle Fälle werden mit einem Algorithmus künstlich erzeugt und in Berichtsform gebracht. Die medizinische Grundlage basiert dabei auf dem Medical Knowledge Graph – der von sublimd entwickelten Wissensdatenbank, die ca. 30.000 Datenpunkte und ein Vielfaches an Verknüpfungen untereinander enthält.

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Rezension: „Med-Breaker – MedAT 2020/21“

Mit dem Med-Breaker kann man sich in optimaler Form auf den MedAT vorbereiten.Anders als in Deutschland ist die Matura- / Abiturnote für die Bewerbung auf einen Medizin- / Zahnmedizinstudienplatz in Österreich ohne Bedeutung. Stattdessen kommt es alleine auf das Abschneiden im Medizinertest, dem MedAT, an. Selbstredend kann man sich darauf mittlerweile auf vielseitige Art und Weise vorbereiten. Wir stellen euch heute das Vorbereitungsbuch Med-Breaker vor.

Zielgruppe

Das Buch richtet sich an alle Interessenten eines Studienplatzes der Fächer Humanmedizin und Zahnmedizin an den Universitäten in Wien, Innsbruck, Linz und Graz. Die Privatuniversität in Salzburg greift auf ein eigenes Auswahlverfahren zurück.

Aufbau / Didaktik

Der „Med-Breaker“ gliedert sich grob in 3 Teile: Zu Beginn des Buches bieten die Autoren dem Leser wichtige einleitende Worte mit generellen Infos zum Medizinstudium in Österreich sowie dem Aufbau und Ablauf des MedATs. Anschließend gibt es Lösungsstrategien und über 5000 realistische Fragen und die entsprechenden Lösungen zu 9 verschiedenen Teilbereichen des MedATs. Im Einzelnen sind dies: Figuren zusammensetzen; Allergieausweise; Zahlenfolgen; Wortflüssigkeit; Implikationen erkennen; Emotionen erkennen; Soziales Entscheiden; Textverständnis; Formen spiegeln & Draht biegen. Abschließend bietet der „Med-Breaker“ noch einen detaillierten Notfall-Lernplan über 28 Tage.

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Täuschend echte Augenprothesen

Die Enukleation des Augapfels kann viele Gründe haben. Meistens ist sie die letzte Möglichkeit, um die Ausbreitung eines bösartigen Tumors (Bindehautmelanom, Aderhautmelanom, Retinoblastom) im Körper zu verhindern. Aber auch nach Unfällen mit konsekutiver Verletzung oder Zerstörung des Bulbus oculi gibt es manchmal keine andere Möglichkeit als die entsprechende Entfernung.

Um dem Patienten nach der Operation wenigstens wieder ein möglichst normales Aussehen zu geben, bedarf es nach der Enukleation eine entsprechende Augenprothese, also ein Glasauge. Während Glasaugen vor einigen Jahrzehnten noch alles andere als echt aussahen, hat auch in diesem Bereich die Technik und Wissenschaft viele Fortschritte gemacht. Doch wie entsteht eine solche Prothese eigentlich?

Durch moderne Techniken sehen viele Glasaugen heutzutage täuschend echt aus.Die Entwicklung und Herstellung der Augenprothese fällt in das Aufgabenfeld des Augenprothetikers, dem sogenannten Okularisten. Er stellt das „Glasauge“ aus Kryolithglas und / oder Kunststoff auf individuellen Patientenwunsch her oder korreliert es mit einem oftmals verbliebenen zweiten Auge. Dabei ist das Produkt nicht nur vom Aussehen her täuschend echt. Durch die individuelle Anfertigung und der Einsatz moderner chirurgischer Methoden bei der Enukleation und der Prothesenimplantation ist es heutzutage in den meisten Fällen auch möglich, das Kunstauge zu bewegen. Dafür werden während der Operation vier der sechs Augenmuskeln mit der Prothese verbunden. Dieser ästhetische Aspekt hilft dem Patienten dadurch, dass sein Kunstauge durch einen Laien kaum erkannt wird.

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FAQs für das Medizinstudium

Ihr wollt dieses Jahr mit dem Medizinstudium beginnen und fragt euch, wie stressig es wirklich werden wird? Oder seid ihr noch in der Schule und überlegt, welche Vorbereitungen ihr treffen könnt, damit dem ersten Schritt Richtung Arztkarriere nichts im Wege steht? – Dann seid ihr hier genau richtig! Myrièlle klärt wichtige Fragen, räumt Gerüchte aus dem Weg und teilt ihre eigenen Erfahrungen.

Ihr habt weiterhin Fragen? Kein Problem – schreibt uns einfach unter info@Medizin-Blog.info oder hinterlasst einen Kommentar. Wir kümmern uns um eure Anliegen. 🙂

Braucht man wirklich ein 1er-Abitur, um einen Studienplatz in Deutschland zu bekommen?

Im Wintersemester 2020 / 2021 werden wieder einige Tausend Studenten in das Medizinstudium starten.Nein. Der Abiturschnitt ist – auch nach der Reformierung des Vergabeverfahrens – immer noch eines der wichtigsten Kriterien, um einen Studienplatz zu ergattern. Aber nicht das Einzige! Seit 2020 ist es nämlich verpflichtend, dass die Universitäten neben dem Abitur mindestens zwei weitere notenunabhängige Kriterien bei der Auswahl der zukünftigen Studierenden der Humanmedizin berücksichtigen. Darunter zählen unter anderem die Auswahltests wie der TMS oder der Ham-Nat, oder eben Berufsausbildung und -erfahrung, abgeleistete Freiwilligendienste sowie Preise bei bundesweiten Wettbewerben oder Engagement im medizinischen Bereich.

Was heißt das konkret?

30 % der Studienplätze werden über die Abiturbestenquote vergeben. Da zählt ausschließlich euer Abitur. Je höher eure Abiturpunktzahl ist, desto höher ist dementsprechend die Wahrscheinlichkeit, über diese Quote einen Platz zu bekommen. Erfahrungsgemäß benötigt es im Wintersemester dann schon einen Abiturschnitt von 1,0 – 1,2, um direkt zugelassen zu werden.

Wer in dieser Quote leer ausgeht, nimmt an der mit 60 % größten Quote teil: dem Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH). Hier werden, neben dem Abitur und wie oben erklärt, zusätzlich notenunabhängig Punkte vergeben. Was und im welchem Umfang boniert wird, entscheidet im AdH jede Hochschule für sich! Eine Übersicht, wie diese Auswahl an den einzelnen Universitäten gehandhabt wird, findet ihr auf Hochschulstart.de.

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Rezension: „Kurzlehrbuch Neuroanatomie“

Die 2. Auflage des Kurzlehrbuchs Neuroanatomie (Thieme)Geht es um Buchempfehlungen für das Fach Anatomie, werden die allermeisten wohl den Prometheus nennen (Sorry, Sobotta!). Steht allerdings die Neuroanatomie auf dem Lehrplan, scheiden sich die Geister: Während viele Dozenten lautstark für den Trepel plädieren, Kommilitonen den bewährten Prometheus wieder rauskramen und einige sich wagemutig lediglich mit Doccheck begnügen, greifen die wenigsten zu dem Kurzlehrbuch Neuroanatomie von Thieme. Für wen die dieses Jahr erschienene zweite Ausgabe etwas ist, haben wir für euch getestet.

Zielgruppe:

Das Buch richtet sich an alle Vorkliniker der Human- und Zahnmedizin, kann aber sicher auch in medizinverwandten Fächern, wie etwa der Psychologie, nützlich sein.

Aufbau / Didaktik:

Auf rund 250 Seiten wird die gesamte Neuroanatomie inklusive der Sinnesorgane besprochen. Wie von Thieme gewohnt, ist das Layout sehr gelungen: Ein Daumenregister vereinfacht das Zurechtfinden im Buch, und neben vielen sehr guten Abbildungen (meist aus dem Prometheus) finden sich zahlreiche nützliche Tabellen und farblich hervorgehobene „Merke“- Kästchen. Klinische Bezüge und Lerntipps sind ebenfalls farblich codiert, was das ganze Layout nochmal ansprechender macht und abrundet. Kleine „Check-up“-Impulse am Ende jedes einzelnen Kapitels regen dazu an, das bereits Gelernte zu rekapitulieren und zu verinnerlichen.

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Rezension: „Die TMS-Vorbereitung 2020 – Band 1-5“

Band 1 bis 5 der smartmedix-Reihe zur Vorbereitung auf den TMS.Der „Test für medizinische Studiengänge“, kurz TMS oder Medizinertest, wird in Deutschland immer populärer und mittlerweile sind es schon 36 Unis, an denen man durch ein entsprechend gutes Testergebnis seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen kann. Kein Wunder also, dass es auch immer mehr Bücher gibt, mit denen man sich auf den TMS vorbereiten kann. Heute stellen wir euch Band 1 bis 5 der TMS-Vorbereitung von smartmedix vor.

Zielgruppe:

Da die Bücher für die Vorbereitung auf den Medizinertest konzipiert wurden, eignen sie sich für Anwärter auf einen Studienplatz der Veterinär-, Zahn- oder Humanmedizin in Deutschland (TMS) und der Schweiz (EMS). Das sind in der Regel Schüler, die gerade ihr Abitur oder die Maturität bestanden und sich dann für den Medizinertest angemeldet haben.

Aufbau / Didaktik:

Die einzelnen Bänder der TMS-Vorbereitung von smartmedix befassen sich mit jeweils einem Aufgabentyp des Medizinertests. So geht es in Band 1 um die Aufgabe „Muster zuordnen“, Band 2 befasst sich mit dem „medizinisch-naturwissenschaftlichen Grundverständnis“. Weiter geht es mit den „Schlauchfiguren“, „quantitativen und formalen Problemen“ und dem „konzentrierten und sorgfältigen Arbeiten“. Der Aufbau der einzelnen Hefte folgt immer demselben Prinzip: Nach verschiedenen Tipps zu den Aufgabenstellungen, möglichen Lösungsstrategien und Bearbeitungsmethoden folgen die originalgetreuen Übungsaufgaben mit variierenden Schwierigkeitsgraden (Band 1: 288 Aufgaben, Band 2: 120 Aufgaben, Band 3: 312 Aufgaben, Band 4: 96 Aufgaben, Band 5: 52 Aufgaben). Anschließend findet man Antwortbögen als Kopiervorlagen oder zum direkten Bearbeiten im Buch sowie die Lösungen der Übungsaufgaben zur Selbstkontrolle. Die entsprechenden Lösungswege sind leider nur in Band 1 („Muster zuordnen) im Buch enthalten. Die Lösungswege von Band 2, 4 und 5 gibt es als kostenlosen Download nach Anmeldung auf der smartmedix-Website, für die Schlauchfiguren braucht man keine Lösungswege / Erklärungen.

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