Die Checklisten-Bücher von Thieme erfreuen sich seit ihrer Einführung immer weiter wachsender Beliebtheit unter den Medizinstudenten oder unter jungen Ärzten. Seit letztem Jahr gibt es auch die Checkliste Medical Skills, in der die theoretischen Grundlagen für alle wichtigen Tätigkeiten im Klinikalltag geschaffen werden.
Die Checkliste teilt sich auf in 5 farbig markierte Kapitel: Grundlagen, Blutentnahme und Laborwerte, Diagnostik und Intervention, Notfall und Intensivmedizin und Allgemein- und Unfallchirurgie. Beim Lesen bemerkt man schnell, dass sich das Buch an Neukliniker richtet, die zum Beispiel kurz vor ihrer ersten Famulatur stehen. Aber auch vor dem PJ macht die Checkliste Medical Skills noch Sinn, wenn man bestimmte Untersuchungen noch nicht gesehen bzw. selbst ausgeführt hat oder sich den korrekten Ablauf nochmal ins Gedächtnis rufen möchte. Man findet hier alle gängigen diagnostischen und therapeutischen Methoden erklärt wie zum Beispiel die Blutgasanalyse, den Verbandswechsel, die Abläufe im OP, die Wundbehandlung, die Thoraxdrainage oder die Knochenmarkspunktion. Durch das handliche Format kann man das Büchlein sehr gut transportieren oder auch in der Kitteltasche verstauen.
Fazit:
Die Checkliste Medical Skills ist ein wirklich praktisches Lehrbuch, das einen sehr gut auf den Klinikalltag vorbereitet und zumindest schon einmal den Ablauf vieler Untersuchungen vermittelt. Die theoretischen Hintergründe werden ebenfalls erwähnt, lassen sich aber natürlich nochmal ausführlicher in größeren Büchern nachlesen. Diese Checkliste erfüllt jedenfalls genau ihren Sinn und gehört unserer Meinung nach mit einem Buch für die Innere Medizin zu den grundlegendsten Investitionen eines Medizinstudenten ab dem 5. Semester.
Kurzinfo:
| Autor(en): | Sven Hengelsbach, Jochen Hinkelbein, Harald Genzwürker, Christopher Neuhaus, Yvonne Kollrack |
| Verlag: | Thieme |
| Auflage: | 1. |
| Erscheinungsjahr: | 2013 |
| Seitenanzahl: | 336 |
| Abbildungen: | 260 |
| Preis: | 29,99 € |
Bewertung:
| Inhalt: | [s3r star=5/5] |
| Verständlichkeit: | [s3r star=5/5] |
| Übersichtlichkeit: | [s3r star=5/5] |
| Layout: | [s3r star=4/5] |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | [s3r star=5/5] |
| Gesamtbewertung: | [s3r star=4,8/5] |

Die Bücher der „Basics“-Reihe sind immer ein guter Einstieg in ein für den Studenten noch unbekanntes, bzw. relativ neues Fach. Leicht zu lesen, bieten sie einen guten Überblick und helfen beim strukturierten Lernen. So auch das Basics „Infektiologie“. Auf insgesamt 75 Seiten werden zunächst die Grundlagen der Infektiologie in einem allgemeinen Teil erläutert, im anschließenden speziellen Teil die typischen Krankheitsbilder. Zur Anwendung des erarbeiteten Stoffes und auch für spätere mündliche Prüfungen werden anschließend vier Fallbeispiele behandelt. Im Anhang findet man Informationen zum aktuellen Impfkalender, besonderen Impfindikationen und meldepflichtigen Erkrankungen.
Das große Lehrbuch „Physiologie“ von Elsevier gibt es seit einem Jahr in der 6. Auflage. Damit ist es nun auch im aktuellen modernen Design des Verlags erhältlich.
Wie schon bei der Rezension der „Dualen Reihe Sonografie“ angesprochen gehört die Ultraschalldiagnostik zu den grundlegenden Fähigkeiten in der Inneren Medizin, der Unfallchirurgie und in der Radiologie. Mal abgesehen davon, dass wie bei so vielen Fertigkeiten vor allem die Übung den Meister macht, bietet „Der Sono-Trainer“ von Berthold Block eine sehr gute theoretische Grundlage.
Embryologie wird an den meisten Unis im Medizinstudium passend in den jeweiligen Anatomiekursen (Bewegungsapparat, Innere Organe, Schädel und ZNS) behandelt und spielt deshalb oft nur eine untergeordnete Rolle. Je nach Dozent wird die Embryologie jedoch sehr viel intensiver durchgekaut, da sich durch die so vermittelten Kenntnisse einige Krankheitsbilder und Fehlbildungen sehr gut nachvollziehen lassen. In solchen Fällen kann das Taschenlehrbuch Embryologie eine große Hilfe darstellen.
Der Begriff „Burnout-Syndrom“ bezeichnet eine Reaktion auf anhaltende Belastungen und Überforderungen am Arbeitsplatz oder auch im Studium. Vor allem im Bereich der helfenden Berufe tritt dieses Syndrom vergleichsweise häufig auf. Die Störung kann mit einer Vielzahl körperlicher (Gefühl körperlicher Erschöpfung, Schlafstörungen, Kopf- und Rückenschmerzen etc.) und psychischer Symptome (Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit, Schuldgefühle etc.) verbunden sein. Unter dem Begriff werden häufig aber sowohl normalpsychologische Reaktionen auf schwere berufliche Belastungen als auch Störungen mit Krankheitswert wie zum Beispiel depressive Syndrome, Anpassungsstörungen, aber auch somatoforme Beschwerden unkritisch zusammengefasst. Für Ärzte mit Burnout gibt es übrigens eine Hotline der Vereinigung Psychotherapeutisch tätiger Kassenärzte (Tel.: 089 58 92 99 30).
Die Anamnese und Klinische Untersuchung ist das stärkste Mittel eines Artztes, wenn es darum geht die richtige Diagnose zu stellen. Ein Untersuchungsbuch sollte deshalb in keinem Studentenregal fehlen.